Mit bewährten Tipps für die eigene Zahnhygiene
| Leider ist unser Gesundheitssystem zu teuer und dafür auch zu schlecht. Und es wird
es auch bleiben, weil viele der mächtigen Beteiligten gut daran verdienen, die Politiker
weiterhin versagen und die Opfer keine effektive Lobby haben. Um so wichtiger ist die
Eigenverantwortung, besonders bei der Zahnhygiene. Es lohnt sich, seine Zähne gesund zu erhalten, denn schlechte Zähne ziehen weitere Krankheiten nach sich. Schöne Zähne sind auch wichtig für unser Selbstvertrauen. Gesunde Zähne sind in unserer Gesellschaft eine Voraussetzung für soziale Akzeptanz. Man denke nur an die verheerenden Folgen von Mundgeruch. Ich beginne deshalb jetzt mit einem kurzen Abschnitt darüber. Auch wenn ich selbst ein Laie auf diesem Sektor bin, so habe ich doch in einem langen Leben viele Erfahrungen sammeln können. Ich habe nach langem Suchen auch in Deutschland einen Zahnarzt gefunden, der viele meiner Vorschläge eingeführt hatte. In den USA waren sie selbstverständlich. Zu ihm, besser gesagt zu seiner Hygienikerin, gehe ich gerne, regelmäßig alle 6 Monate oder vor längeren Reisen zur Prophylaxe. Mit ihnen habe ich auch gelernt:
Ich werde seit vielen Jahren mit guten Zähnen für meine Mühe belohnt.
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Ein offener Brief an manche Zahnärzte Dies ist ein offener Brief - ein Aufruf eines "Nichtfachmannes" - an Zahnärzte, sich doch mehr um die Angst ihrer Patienten und Patientinnen zu kümmern. Da er im Internet veröffentlicht wird, werden ihn hoffentlich die Studenten und Studentinnen der Zahnheilkunde lesen. Ich erwarte, dass sie meine Erfahrungen behalten werden und später in ihren Praxen umsetzen werden. Eine Garantie kann ich für meine Tipps allerdings nicht übernehmen, dafür kosten sie auch nichts! Ein Aspekt lässt mich hoffen, dass meine Worte nicht ganz unerhört verhallen. Und dies ist der finanzielle Erfolg jener Ärzte, die mit der Angst besser umgehen werden, als ihre Kollegen und Kolleginnen. In einem Umfeld, in dem der Wettbewerb eine größere Rolle spielt, als in der Vergangenheit, wird es ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein, besser auf die Kunden einzugehen. Immerhin leiden 15 Prozent der Bevölkerung unter Zahnarztbehandlungsphobie, das sind in Deutschland etwa 12 Millionen Leidende. Meiner Beobachtung nach sind es die folgenden Angstformen, die für viele den Gang zum Zahnarzt zum Horrorerlebnis werden lassen.
Die Rezepte, die ich - als Laie - dagegen anbiete, stammen großteils von US-amerikanischen Zahnärzten. Sie sind in einem weit größerem Konkurrenzkampf und deshalb viel mehr auf Kundenbedürfnisse ausgerichtet. Ich will hier auch auf die professionellen Angebote hinweisen, die sich auch im Internet befinden. Aber nicht jeder will und kann sich Vollnarkose, Hypnose oder eine psychotherapeutische Vorbereitung leisten. Im Nachhinein, nach dem Zahnarztbesuch, kann man oft über seine eigene Angst nur lächeln. Meist war es gar nicht so arg, wie man befürchtet hat. Das spricht dafür, dass man einfach zuwenig wusste, was mit einem passieren wird. Daher ist die erste Strategie für erfolgreiche Zahnärzte: 1. Immer genau informieren, was getan wird. Und zwar beginnt die Information schon im voraus, am besten mit einem Merkblatt. Nicht beschönigend, aber auch nicht übertreibend. Überraschung ist nicht die Strategie, die einem die Angst nimmt. Faire Information und auch begleitende Information während der Behandlung wirkt beruhigend, schafft Vertrauen und bewirkt, dass man auch Zukunft wieder zum Zahnarzt gehen wird. In diese Kategorie fällt auch die Trennung von Hygieniker - Aufgaben und Zahnbehandlungen. Beim Hygieniker, bei der Hygienikerin, weiß ich genau, was getan wird, diese Routinereinigung hat nichts Überraschendes mehr. Ich kann also immer beruhigt zu ihm oder zu ihr gehen. Die wirklich unangenehmen Behandlungen wird der Zahnarzt, die Zahnärztin machen, und mich dann entsprechend darauf vorbereiten. Auch eine andere Arbeitsaufteilung, nämlich zwischen Zahnarzt und Kieferchirurgen, darf hier nicht vergessen werden. Mit meinen Weisheitszähnen war mein Zahnarzt überfordert und entsprechend schwierig war dann die Extraktion, sicherlich ein Hauptgrund für meine eigene, spätere Zahnarztangst. Angst wirkt umso ärger, je länger man ihr ausgeliefert ist. Deshalb sollte die zweite Strategie sein: 2. Sofort und schnell behandeln. Das setzt voraus, dass das Vorzimmer ein ausgezeichnetes Terminmanagement hat und ein vollzähliges und fähiges Behandlungsteam vorhanden ist. Angst hat auch wenig Chancen, wenn man gut abgelenkt wird: 3. Ablenken In diesem Bereich könnte man am leichtesten und auch am schnellsten helfen, trotzdem wird dies am ehesten in den bestehenden, deutschen Zahnarztpraxen verletzt. Im Vorzimmer liegen zwar noch einige Zeitungen zum Ablenken, aber viel geschickter wäre hier eine echte Attraktion, z.B. ein faszinierendes Computerspiel, oder sogar ein Internetterminal zum Surfen. Gute, entspannende Musik würde auch helfen. Im Behandlungszimmer ist oft gar keine interessante Abwechslung da. Meist ist alles weiß ausgemalt, so dass man sich nicht einmal im Muster des Malers ablenken kann. Hier gehört etwas getan. Bewährt haben sich Fernseher, angeschlossen am DVD-Spieler, ohne Ton. Den Film kann man sich auswählen. Gut geeignet für mich als Erwachsenen sind alte James Bond Filme. Ihre Handlung ist aktionsreich genug, der Inhalt ist sowieso meist nebensächlich und man kann jederzeit bei ihnen anfangen und auch aufhören. Auch Sketsches mit Loriot sind gut passend. Kinder werden Zeichentrickfilme schätzen. Aber auch wer zum Fernseher keinen DVD-Spieler einsetzen will, ein Sportkanal oder Nachrichtenkanal tut es wahrscheinlich auch.
Ganz einfach ist die Ablenkung mit einem Walkman oder auch einem CD Spieler. Leider wird dadurch aber die Kommunikation doch erheblich gestört. Aber der Aufwand ist gering und der Nutzen erheblich. Ohne Elektronik lenken schöne detailreiche Bilder ab, die man allerdings auch in Behandlungshaltung sehen können muss. Man wird also eher ungewöhnliche Orte dafür aussuchen müssen, zum Beispiel die Zimmerdecke. Aber auch ein Mobile, oder Puzzles, wie die Zeichnungen von W.C. Escher, sind gut geeignet. Besonders zu empfehlen sind die Werke der Tübingerin Ute Kolb Faust, die speziell dafür geschaffen wurden.
Auch ein Aquarium, das man einsehen kann oder die Lichtspiele eines Kaleidoskops tun es vielleicht auch. Wenn es gar nichts gibt kann man immer noch seine eigenen Füße kreisen lassen und ihnen zusehen. Die Regel ist, der Patient muss etwas sehen, was ihn beschäftigt, wo es was zu entdecken gibt oder was sich bewegt! 4. Den Patienten nie allein lassen, wenn er hilflos ist. Hier spreche ich eine Todsünde des Personals an. Da wird dem Patienten der Mund mit irgendwelchem Gerät vollgestopft und dann wird er minutenlang allein gelassen. Hier wird die Würgeangst regelrecht herausgefordert. Wer hilflos ist, der muss betreut werden. Man kann mit ihm reden, aber bitte keine Fragen stellen, besser was erzählen oder erklären. Man kann ihm die Hand auf den Körper legen oder ihm auch die Hand halten. Beides beruhigt gut. Eine Assistentin hat manchmal die Patienten an ihren Busen gedrückt, auch dies war sehr erfolgreich. In diesem Bereich sind noch viele Verbesserungen denkbar. Zum Beispiel könnte man den Patienten ein Gerät in die Hand geben, mit dem er Hilfe anfordern oder holen kann. Dies kann im einfachsten Fall ein Klingelknopf sein. Oder man nimmt vorhandene Eingabegeräte der Computertechnik, wie Mäuse oder Joysticks für diesen Zweck. Hier fehlt es an Innovation und dem Willen, die Lage zu verbessern! 5. Nie passiver werden lassen als notwendig. Bei manchen Handlungen kann man den Patienten als Assistenten einsetzen. Zum Beispiel beim Absaugen von Speichel. Der Patient wird dadurch abgelenkt und er hat ein Gerät weniger, dem er ausgeliefert ist. So praktisch die Behandlung im Liegen für den Zahnarzt ist, so ist sie nicht immer notwendig. Dann kann man den Patienten sitzen lassen, hier ist er weniger ausgeliefert, weil er eher das Gefühl hat aufspringen und weglaufen zu können. Zumindest sollte man dem Patienten diese Option offen lassen. Je mehr er selbst bestimmen kann, um so eher hat er das Gefühl integriert und nicht ausgeliefert zu sein. 6. Wehleidige Patienten eher am Nachmittag behandeln. Das Schmerzgefühl ist am Nachmittag und nach einem guten Mittagessen geringer. Menschen mit großer Angst vor Schmerzen wird man dann diese Termine geben. Meist aber sind die Schmerzen, durch geeignete Injektion, ohnehin so gering, dass man darauf nur in Ausnahmefällen einzugehen braucht. Aber schon der Hinweis, dass man am Nachmittag weniger Schmerzen hat, kann psychologisch hilfreich sein. Und ist man der letzte Patient, hat man das Gefühl, dass der Zahnarzt mehr Zeit hat (auch wenn es nicht stimmen sollte, er will schließlich auch nach Hause). 7. Einfache Tricks das Würgen zu unterbinden. a. Mit Salzwasser den Mund ausspülen und gurgeln. Das Salzwasser (ein schwacher Teelöffel Salz auf ein warmes Glas Wasser) betäubt für wenige Minuten die Nerven im Mund und unterbindet für diesen Zeitraum den Würgreiz. Der Zeitraum genügt oft für Abdrücke, wo das Würgen am unangenehmsten wird. b. Ein kräftiger Schluck Whiskey. Dieser wirkt viel länger. Whiskey unterdrückt auch den Speichelfluss. Man kann dieses Verfahren nicht anwenden, wenn man nachher wieder autofahren muss oder wenn medizinische Grunde dagegen sprechen. Aber vor kritischen Behandlungen sollte man sich mit den Arzt und einem Chauffeur absprechen und vielleicht doch zu diesem Mittel greifen. Ebenso hilft bei mir ein kleines Fläschchen Underberg, das man leicht einstecken kann. c. Die Paradoxe Intention (nach Viktor Frankl). Der Patient stellt sich vor, das Ereignis, vor dem er Angst hat tritt wirklich ein. Die Angst verschwindet dann schlagartig. Beim Würgen stellt sich der Patient plastisch vor, er wird jetzt durch das Würgen wirklich ersticken. Die Angst ist dann weg. Mit dieser Methode muss der Patient allerdings trainiert haben, dann funktioniert sie wunderbar und ziemlich zuverlässig. d. Nach scharfem Essen ist der Mund auch weniger empfindlich. Auch dies spricht bei Problempatienten für eine Behandlung am Nachmittag. Man kann einen ähnlichen Effekt auch mit sehr würzigen Bonbons, z. Fishermans Friends, erzeugen. Dies reduziert auch den Mundgeruch. Warum setzen die Zahnärzte dies trotzdem nicht ein? e. Die Nase freihalten. Viel ist gewonnen, wenn der Patient frei durch die Nase durchatmen kann. Ein Tropfen Pfefferminzöl unter die Nase gerührt garantiert für einige Minuten freies, beruhigendes Atmen. Wenn man wüsste, warum man zu den Würgern gehört, könnte man natürlich das Übel an der Wurzel abstellen. Das Würgen wird durch eine Überempfindlichkeit im Rachenraum ausgelöst. Bei mir war es oft so arg, dass ich mir nicht einmal am Morgen die Zähne ordentlich putzen konnte. Diese Überempfindlichkeit kann durch Störungen u.a. aus dem Magenbereich oder aus der Nase (Nebenhöhlen) kommen. Ich konnte das Würgen stark einschränken durch einfaches Gurgeln (mit ganz normalem Wasser) direkt nach dem Aufstehen, sowie durch eine sehr angenehme Infrarotbestrahlung auf die Nase. 8. Den Patienten fragen, ob er Angst hat. Dadurch fühlen sich die Patienten angenommen und verstanden. Das Personal sollte allerdings nicht beschwichtigen, sondern etwa so antworten: "Nach der Behandlung frage ich sie wieder, ob es wirklich so arg war." Und dann nach der Behandlung sollte man kurz über die Behandlung reden. Ich glaube, dass alle Beteiligten bei diesem Gespräch genügend profitieren würden und sich dieses Feedback daher immer lohnt! Es reduziert auch die Gefahr, dass weitere traumatische Erlebnisse entstehen, die meist die Ursache weiterer Zahnarztangst werden. Hätte man dies schon mit den Kindern bei ihren ersten Zahnarztbesuchen gemacht, würde viel an Oralophobie verhindert worden sein.
Einige Links für gesunde Zähne |
www.buchegger.de/zahnarzt.html