QUINTESSENZ

Das Wort ist die effektivste Waffe

Das Gefühl die beste Motivation

Macht die stärkste Sucht

Freiheit das alles überragende Ziel

Kultur die Basis der Kommunikation

Gesundheit das höchste Gut

Zeit die flüchtigste Ressource

Wasser das wichtigste Lebensmittel

Wissen die sicherste Investition

Liebe die stärkste Kraft

Kooperation das Fundament des Wohlstands

Menschlichkeit das wichtigste Gebot

www.buchegger.de

Im Januar 2007 habe ich mich auf Mallorca ziemlich gelangweilt. Es war einfach nichts los, das Wetter schlecht, die Mitreisenden im Hotel unangenehm, mit einem Wort: ÖDE!

KFC, Kentucky Fried Chicken, an der Playa de Palma in Can Pastilla, Mallorca

Ich bin fast jeden Tag nach C'an Pastilla gegangen und habe dort am Ortseingang im Kentucky Fried Chicken (KFC) meine "Kindererinnerungspause" gemacht. Einen Chicken-Sandwich für Sohn Philipp, einen Kaffee für Tochter Hannah und ein Muffin für Tochter Barbara. Dazu der Blick auf das Panorama der Bucht der Playa de Palma, gelegentlich konnte ich einigen Surfern zuschauen. Es lief sehr laute Musik und ich war meist der einzige Gast, betreut von zwei hübschen, jungen Mallorquinerinnen, die keine Fremdsprachen konnten und mit denen ich mich deshalb nicht unterhalten konnte.

Sonnenuntergang (mit Boot) an der Playa de Palma

Ich fragte mich, was habe ich denn wirklich in meinem Leben gelernt habe, ausgedrückt mit möglichst wenigen Worten. Der erste Satz, der mir einfiel war: Das Wort ist die effektivste Waffe. Ich hatte dabei in Erinnerung, wie ich ein Jahr zuvor im Hotel einen sehr unterhaltsamen Menschen kennen gelernt habe, der nach meiner Internetrecherche ein Hochstapler war. Die Berichte im Netz über ihn haben ihm das Handwerk gelegt. Die anderen Sätze kamen dann wie von selbst, alle in meinem kleinen Büchlein notiert. Zuhause habe ich dann noch einige kleine Ergänzungen und Korrekturen angebracht und oben ist das Ergebnis.

Windsurfer an der Playa de Palma

Ehrlich gesagt war ich stolz auf diese kleine Sammlung von 12 Erkenntnissen und so habe ich sie als Postkarte der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Aber niemand hat sie bisher je verschickt, mit einer Ausnahme, aber den habe ich zuvor explizit darauf aufmerksam machen müssen. Ist doch bemerkenswert, denke ich. Da macht sich jemand wirklich Gedanken über sein Leben und auch noch die Mühe, die Ergebnisse gefällig aufzubereiten und das Interesse daran ist gleich Null.

Hätte ich doch nur über das Partygirl Paris Hilton oder über die Schuhgröße der roten Schuhe (red Prada loafers) von Papst Benedikt XVI etwas geschrieben, dann wäre ich auch beachtet worden!

Aber ich weiß, dass Beharrlichkeit eine wichtige Tugend ist und so lasse ich diesen kleinen Beitrag im Netz, allerdings nicht mehr als Postkarte. Wer daran Freude hat, es gibt einen ähnlichen auf www.seniorenfreundlich.de, mit dem Titel Tipps für die Jugend.
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© 2007 Otto Buchegger Tübingen