Noch mehr Freuden

133 Kleine Freuden, 10€, 120 Seiten, ISBN  383706980X

133 Kleine Freuden von Otto Buchegger

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Ein Book on Demand von Otto Buchegger
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Der erste Band der Kleinen Freuden, so wie der Nachfolgeband Mehr Kleine Freuden waren ein Riesenerfolg.

Nicht kommerziell, denn kein Verleger hat diese einfachen Hinweise zur Freude gedruckt, wohl aber für viele Leserinnen und Leser, die nachempfinden wollten, was mir und meinen Freunden Spaß und Freude gemacht hat.
Ich habe weitergesammelt, auch viele Anregungen über das Internet bekommen, und stelle jetzt weitere 'Kleine Freuden' einer hoffentlich auch wieder zufriedenen Leserschaft zur Verfügung.
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Mit Genuss wegwerfen

Besonders im Geschäftsverkehr bekommt man oft wirklich blöde Post. Unverschämt versuchen Menschen dir mit Werbung, Alibikopien oder stupiden Vorschlägen die Zeit zu stehlen.

Diese einfach nur wegzuwerfen bringt dir zuwenig Befriedigung dafür, dass du diese Post überhaupt schon angerührt hast. Du musst was daraus machen! Das Mindeste ist, diese Papiere zu zerknüllen und sie in Basketballmanier in den Papierkorb zu versenken. Besser ist allerdings der Schredder. Diesen Mist mit Messern zu zerkleinern bringt schon mehr Genugtuung. Kenner haben einen BULLSHIT Stempel und knallen vorher mit Kraft dieses Qualitätsurteil auf das Schriftstück.

Aber du kannst vielleicht noch mehr daraus machen. Wie wäre es mit einem gelegentlichen Freudenfeuer aus Altpapier? Oder mit Papiermachee und daraus eine misslungene Büste deines Erzfeindes? Oder mit Papierfliegern?  Oder mit Konfetti? Oder mit Zielscheiben aus diesem Schrott? Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und deinem Magen wird es gut tun!

Noppenverpackung

Sicher kennt ihr alle diese nützlichen Luftnoppen, in denen empfindliche Ware verpackt wird.

Ich habe sie mir gelegentlich aufgehoben und mit dem Zerplatzen der Plastikbläschen grosse Freude gehabt. Kleine Noppen kann man einfach zwischen Daumen und Zeigefinger knallen lassen. Das ist in langweiligen Besprechungen immer eine willkommene Unterbrechung.

Besser einsetzbar sind aber grosse Blasen. Diese Plastiknoppenverpackung auf den Tisch legen und mit voller Faust draufhauen, das ist der wahre Genuss. Wann kannst du sonst schon so laut zuhauen. Und es tut überhaupt nicht weh!

Bist du alleine, dann schrei auch noch dazu! Vielleicht findest du sogar eine gleichgesinnte Gruppe und ihr schreit zusammen? Viel Spass bei dieser Seelenhygiene!

Wärmeflasche

Schon oft habe ich über die Freuden berichtet, die durch Wärme kommen. Eine besonders einfache Form die Wärme dorthin zu transportieren, wo sie dir gut tut, ist die gute, alte Wärmeflasche. Kein Haushalt, vor allem kein Single-Haushalt, wird ohne sie auskommen. Kaufe dir ein teures Examplar, sie wird dir länger und besser Freude bereiten.

Auch wenn du noch jung bist, schäme dich nicht, sie einzusetzen. Besonders liebe ich, sie bei leichten Kopfschmerzen in den Nacken zu legen. Oder, wenn ich total durchfroren bin, die nackten Füße darauf zu stellen.

Besonders wenn die soziale Wärme fehlt, wenn du dich einsam fühlst, wird dir diese Wärme sehr gut tun. Und sie ist so leicht zu beschaffen!

Blühende Sträucher und Schmetterlinge

Von allen Sträuchern in unseren Gärten haben es mir die Forsythie (der Osterstrauß) und die Schmetterlingssträucher am meisten angetan. Die Forsythie, weil sie so früh im Jahr blüht, wenn die Gärten meist noch ziemlich schmucklos sind. Und der Sommerflieder (Buddleja alternifolia) oder auch der verwandte Schmetterlingsstrauch (Buddleja-Davidii), weil sie viele Insekten, darunter auch Schmetterlinge anlocken.

Kleiner Fuchs in der Lehrausstellung Heimische Schmetterlinge in Botanischen Garten Tübingen

In meiner Jugend kannte ich als passionierter Schmetterlingssammler alle diese Sträucher im weiten Umfeld unserer Wohnung. Heute erfreue ich mich an ihnen im eigenen Garten und schaue den Schmetterlingen nur noch zu. Aber immer wieder danke ich dann doch an die Freuden meiner Kindheit zurück, wenn ich mit großer Ausbeute von meinen Streifzügen nach Hause kam.

Inzwischen gibt es viele Schmetterlingshäuser, dort können auch Menschen ohne eigenen Garten sich an den schmucken Insekten erfreuen.

Eiszapfen züchten

Bei Tagestemperaturen unter Null, an Eistagen,ist es relativ einfach Eiszapfen zu züchten. Eine Plastikflasche mit Wasser auf einem Baum aufgehängt, darunter ein Bildfaden als Kern und schon kann der Eiszapfen wachsen (Details).

Mit etwas Geduld und häufigem Nachfüllen können so in einigen Tagen mannshohe Eisskulpturen entstehen, die nicht nur dem Schöpfer, sondern auch allen anderen Betrachtern Freude machen.
Sie sind Eis-Stalagmiten, weil sie vom Boden nach oben wachsen und diese sind in der Natur ganz selten, denn dort hängen die Zapfen meistens und sie sind daher Stalaktiten.

Vogelhäuschen

Nicht überall sind die gefiederten Freunde willkommen. Ihre Schäden in manchen Städten und auf Fluren sind ja auch beträchtlich.

Aber wenn ihr Kot nichts ruinieren kann, sind sie doch eine wahre Augen- und Ohrenweide. Ich habe ein kleines Vogelhäuschen am Balkon, so montiert, dass ich ihnen auch vom Bett und vom Schreibtisch aus zusehen kann.

Und ich kann mich immer wieder an ihren Auseinandersetzungen erfreuen und nützlich für meinen kleinen Garten sind sie auch!

Pois

Im Urlaub sieht man es vielleicht und denkt sich, das kann ich auch mal ausprobieren: Pois!

Pois kommen aus Neuseeland und das Wort bedeutet auf Deutsch: "Bälle". Es sind auch ganz einfach Bälle, die an einer Kette / ein Seil befestigt sind und geschwungen werden.

Richtig atemberaubend wird es dann, wenn diese leuchtend oder brennend in der Nacht gespielt werden. Wer Platz hat sollte sich in dieser Kunst versuchen. Wer zusieht, sollte besser aufpassen und den rotierenden Kugeln nicht zu nahe kommen.

Reisen mit dem Finger auf der Landkarte

Mit gutem Kartenmaterial und viel Fantasie kann man wunderbare, völlig ungefährliche und fast kostenlose Reisen unternehmen. Und wer selbst schon große Reiseerfahrung hat, kann dabei auch sogar viel dazu lernen.

Ich habe auf diese Art und Weise schon viel erlebt und wenn ich dann die Reisen real gemacht habe, war ich immer wieder entzückt, wie viel ich auch schon vorher durch die virtuelle Reise entdecken konnte.

Selbstverständlich kann man auf diese Weise auch schon gemachte Reisen nachvollziehen und diese - vielleicht mit entsprechender Tonuntermalung oder mit gutem Bildmaterial - sehr realistisch immer wieder neu erleben.

Als gute Kartenquellen haben sich für Deutschland Mairs Geographischer Verlag, für Europa die Karten und Guides von Michelin, für USA Rand McNally und für die Welt John Bartholomew bewährt. Mit diesen detailgenauen Unterlagen und verlässlichen Infomationen hat man selbst im Internetzeitalter Freude an geographischen Entdeckungen.

Allerdings kann man mit dem Internet zu einer neuen Dimension des virtuellen Reisens vorstossen, z.B. mit Google Earth. Mit Bildern aus dem Weltall kann man - wie aus einem Flugzeug - die ganze Welt beobachten, in manchen Gegenden so detailgenau, dass man sogar einzelne Bauwerke erkennen kann.

Arbeitsmeditation

Als ich diesen Begriff zum ersten Mal hörte, musste ich lachen und dachte an einen faulen Tricks von Gurus, sich das Leben leichter zu machen.

Aber es gibt einige Arbeiten, die durchaus was Meditatives an sich haben. Staubsaugen, Gartenumstechen, Heckenschneiden, Bügeln und Schuheputzen gehören für mich dazu. Vorausgesetzt, man hat gutes Werkzeug, kann man sich an diesen Arbeiten so erfreuen, dass richtige Flow-Erlebnisse entstehen.

Die Begleitumstände spielen eine große Rolle. Zum Bügeln gehört unbedingt Fernsehen, am besten geeignet finde ich alte Krimis, die ich schon öfter gesehen habe. Zum Staubsaugen passt am besten Musik von Elvis Presley. Und zum Schuheputzen gehört helles Licht, damit man sich am Glänzen so richtig freuen kann. Frohes  Arbeiten!

Joybook für Paare

Ein Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es neue Einsichten bringt, als Paar gemeinsam ein Joybook anzulegen. Man erfährt dabei viel voneinander und es gibt ja auch für Paare Krisen, bei denen es zur Überwindung nützlich ist, ein Repertoire für gemeinsame Freuden zu haben.

Vielleicht kann dies dann eine Art Fotoalbum sein oder ein Reisetagebuch oder ein Kochbuch, oder eine Mischung aus diesen allen. Auch Gästebücher geben oft Anregungen, welche Kontakte man gerne hatte und eventuell pflegen sollte. Vielleicht wollt ihr auch eine gemeinsame Pinnwand dafür gestalten. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Kneippen

Wo immer eine Kneipp-Anlage steht, nützt sie auch. Das Gefühl von Wärme und Erholung nachher ist sehr gut und so einfach zu erreichen

Menschen beim Vorbeigehen beobachten

Ich sitze gerne auf einer Bank und schaue den Menschen zu, die vorbeigehen. Es dürfen nicht zu viele sein und auch nicht zu wenige. Wie in einem Film ziehen sie an mir vorbei und kann mir über jeden ein Urteil bilden.

Natürlich macht dies noch mehr Spass, wenn man zu zweit zuschaut. Aber dann gleitet das Niveau der Unterhaltung schnell ab. Alleine bin ich niemandem eine Rechtfertigung schuldig, über das was ich denke und fühle!

Backup Machen

Eigentlich macht dies niemand gerne und es entsteht dadurch auch häufig großer Schaden. Aber ich habe daraus gelernt und mache jetzt regelmäßig und routinemäßig einmal pro Woche ein Backup meiner Daten auf eine externe Festplatte.

Es ist ein erstaunlich gutes Gefühl, die Arbeit am Computer von einer Woche gesichert zu haben. Die Katholiken kennen etwas ähnliches, nachdem sie zur Beichte gegangen sind. Für einige Zeit ist dann die Welt in Ordnung. Billigeres Wohlgefühl gibt es kaum!

Ein gutes Bett

Da wir ein Drittel unseres Lebens im Bett verbringen, ist die Wahl eines guten Bettes sich keine kleine Freude mehr, sondern gehört mindestens schon zu den mittelgroßen, wenn nicht gar zu den ganz großen Freuden.

Trotzdem wenden viele Menschen keine Gedanken auf, um ihr Bett den persönlichen Ansprüchen anzupassen. Lediglich Reisende, die gezwungener Maßen viel in fremden Betten schlafen müssen, denken hier anders.

Ich habe mir z.B. durch die Wahl der richtigen Kopfkissen viele Rückenverspannungen erspart. Und dieses Kopfkissen nehme ich auch auf Autoreisen mit!

Manche Menschen schwören auf Wasserbetten. Sie bescheren schon auf Erden den 7. Himmel! Vielleicht solltet ihr sie einfach einmal ausprobieren?

Wichtig ist auf jeden Fall die richtige Länge, oder auch Überlänge, des Bettes und natürlich auch des Bettzeugs. Und auch die Anpassung auf Wärme und Kälte. Wer im Bett immer schwitzt, liegt nicht richtig! Und wer immer friert, natürlich auch nicht.

Es lohnt sich, euer Bett in einen absoluten, persönlichen  Wohlfühlbereich umzugestalten. Euer Körper und eure Seele werden es euch lohnen.

Mosquito-Netz Baldachin

Der feuchte Sommer hat mir viele Stechmücken beschert, die mir oft den Schlaf geraubt haben, bis ich mir dann endlich ein Mosquitonetz bestellt habe. Und dann habe ich bemerkt, dass nicht nur der Schutz vor den Stichen damit gegeben ist, sondern auch ein wohliges Gefühl der Heimeligkeit aufkommt.

Ich habe mich an meine Kindheit erinnert, wo wir oft mit Möbeln und Decken Zelte gebaut haben und uns darin sehr geborgen gefühlt haben. Dasselbe Gefühl habe ich jetzt unter dem Baldachin eines Mosquitonetzes.

Den Frühstückstisch vorbereiten

Die ersten Minuten nach dem Aufstehen sind wahrscheinlich für alle Berufstätigen schwierig. Man braucht doch erst einige Zeit zum Warmlaufen und ist dann für jede Unterstützung dankbar.

Umso schöner ist es dann, wenn man sich an einen gedeckten Frühstückstisch setzen kann. Da wahrscheinlich niemand mehr das Personal dazu hat, muss man sich selbst helfen.

Und man kann die Vorbereitungen dann mit Genuss noch am Vorabend machen. Das Geschirr auf den Tisch stellen. Wer will, kann sich auch gleich in einer Thermoskanne den Tee oder Kaffee zubereiten. Im Kühlschrank schon das Essen so bereit stellen, dass man es nur mit einem Handgriff rausnehmen muss. Dies alles hilft, besser gelaunt und mit mehr Freude den Tag zu beginnen!

Spiegelportraits

Ich gehöre sicher nicht zu den eitlen Leuten, aber mein Gesicht in einem Spiegel mit einem schönen Rahmen zu sehen, das macht auch mir Freude.

Wichtig ist dabei, dass das Spiegelbild wie ein Portrait aussieht. Menschen zeigen sich so immer mit ihrem schönsten Gesicht, es lohnt sich also auch, sie dann zu fotografieren.

Ich finde, Spiegel nur im Bad sind langweilig. Sie sollten durchaus auch in der Öffentlichkeit sein, vielleicht auch so, dass man einige Zeit auf sie zugehen muss, sie würden die Menschen fröhlicher und schöner machen.

Digital-Fotografie

Das Fotografieren verändert die Wahrnehmung. Man 'sieht' als Fotograf die Umwelt mit wacheren und aufmerksameren Augen. Früher war das Üben dieses Sehens mit hohen Kosten für Papierabzüge verbunden. Die Digital-Fotografie hat nun die Welt stark verändert.

Nun kann man beliebig alles fotografieren und es kostet nur noch Zeit. Plötzlich werden auch triviale Gegenstände aufgenommen und belanglose Szenen, für die man nie die Kosten eines Bildes ausgegeben hätte oder auch intime Situationen, die man nie einem Labor anvertraut hätte.

Man kann einfach experimentieren und lernt so das Sehen auf eine neue Weise. Die Inhalte können selbst beliebig verändert und natürlich auch verfälscht werden. Auch auf diese Weise wird der Blick geschärft und wir werden kritischer gegenüber den Darstellungen in den Medien. Und wer will kann jetzt auch mit dem Internet die Ergebnisse einfach selbst veröffentlichen. Ein schönes Hobby! (Mehr...)

Aus der Flasche trinken

Coca-Cola hat diese Art des Trinkens, die wir von frühester Kindheit kennen, salonfähig gemacht. Ich liebe sie, wegen des speziellen Schluckerlebnisses, das es verursacht. Menschen, die große Tabletten nehmen müssen, können auf sie nicht verzichten, denn nur so kriegt man diese Brummer leicht den Hals hinunter.

Nicht alle Getränke eignen sich dafür, stark schäumende, wie Weizenbier oder Sekt trinkt man besser aus dem Glas. Aber frisches Wasser, kühles Bier oder natürlich die Softdrinks, sie schmecken aus der Flasche am besten. Keine Dose kann ähnlichen Genuss bieten!

Bäume

Nach den Pilzen, deren Geflechte sich über Kilometer ausstrecken können, gehören sie zu den größten und oft auch ältesten Landlebewesen. So wie kleine Kinder von Baggern und anderen großen Fahrzeugen beeindruckt werden, so faszinieren mich Bäume.

Leider betrachten wir sie viel zu wenig, höchstens noch die vor unserem Haus. Aber zu allen Jahreszeiten haben sie etwas besonderes, nicht nur im Frühjahr, wenn sie blühen oder im Herbst, wenn sie Früchte tragen.

Ich habe deshalb auch schon viele Bäume gepflanzt, ihr langsames Wachstum bringt mir ein Gefühl für Zeitdauer. Es ist ähnlich, wie das Betrachten des Aufwachsens von Kindern.

Es lohnt sich Bäume kennenzulernen und beim Spazieren den Blick öfter auch nach oben zu lenken, um sie zu bewundern.

Scherenschnitte

Diese Kunstart ist ganz in Vergessenheit geraten. Erst die Eröffnung eines Museums dafür in Tübingen hat auch mir sie wieder in Erinnerung gebracht. Scherenschnitte (oder Silhouettes, wie sie auch heißen) schärfen die Beobachtung und sind so einfach zu machen.

Gerade unsere neuen Computertechniken erlauben ganz neue Möglichkeiten dazu. Das Verstecken der Details, das Raten der Motive, sie machen nicht nur Kindern Freude. Es wäre schön, wenn Scherenschnitte wieder zum Standard für Dekorationen werden!

Wetterbeobachtung

Nur noch für wenige Berufe sind Wetterbeobachtungen wirklich wichtig und so haben wir sie an Wetterdienste delegiert. Aber wir haben uns damit auch eine tägliche Freude genommen. Denn es macht Spaß dem Wetter zuzuschauen und sich in Voraussagen zu üben.

Und wir bekommen damit wieder ein besseres Gefühl für die Jahres- und Tageszyklen, das wir in unseren künstlichen Umgebungen schon fast verloren haben.

Blitze am Österberg in Tübingen

Besonders wer eine gute Aussicht hat, kann für einige Augenblicke im Tag den Blick über den Himmel schweifen lassen und dann am Abend vor dem Fernseher mit den Berufswetterfröschen wetten, wer für den nächsten Tag die bessere Prognose liefert (übrigens zu 50 % wird das Wetter morgen so wie heute sein!)

Entspannter Einkauf im vollen Supermarkt vor Feiertagen

Vor allem an den Tagen vor längeren Feiertagsstrecken ist für viele der Großeinkauf im Supermarkt, vor allem mit Kindern, der blanke Stress. Das gleiche gilt für Baumärkte oder andere Verkaufsstätten.

Dem bin ich dadurch entgangen, dass ich hierfür von vornherein sehr viel Zeit einplane, und in jedem Fall rechtzeitig vor Ladenschluss anfange. Ich gehe allerdings nicht früh einkaufen, wenn der Supermarkt noch leer ist, dann macht es nicht so viel Spaß. Ich nehme mir auch vor, mich möglichst nicht zu ärgern, wenn jemand sich rüpelhaft benimmt.

Ich fahre also auf den Parkplatz, suche mir einen Bereich aus, wo ich parken möchte, und warte (bei abgestelltem Motor) solange, bis jemand in diesem Zielbereich wegfährt. Die Einfahrt in den freiwerdenden Parkplatz sichere ich mir, indem ich die Zufahrt rechtzeitig blockiere. Hierbei nützt ein großes Auto.

Der Einkauf selbst läuft völlig unstrukturiert ab - meine Einkaufsliste ist weder nach Warengruppen geschweige denn nach eine Wegoptimierung erstellt. Ich lege also dabei erhebliche Strecken zurück. Wenn ich dabei Bekannte treffe, bin ich jederzeit zu einem längeren Plausch bereit. Natürlich habe ich mein Handy dabei, um ggf. problematische Einkaufsentscheidungen mit meinem Hauptquartier abstimmen zu können.

An der Kasse suche ich mir zwar die vermutlich schnellste Warteschlange aus, wenn es aber dann doch länger dauert, ist das auch nicht schlimm, denn die Zeit eignet sich gut zum Beobachten. Besonders verzweifelt aussehende Zeitgenoss(inn)en lasse ich auch schon mal vor. Ich vermeide die Expresskasse, weil hier die Ärgergefahr am größten ist - es ist erstaunlich, wie viele Menschen mit vollem Einkaufswagen sich hier anstellen.

Beim Kassieren bin ich betont, aber nicht übertrieben höflich und versuche den Zahlungsvorgang durch möglichst passendes Geld zu optimieren. Wenn es die Gelegenheit zu ein paar schnellen netten Worten gibt, nutze ich sie.

Das Ausfahren ist normalerweise unproblematisch. Da ich ja keinen Stressüberschuss aus dem Supermarkt mitbringe, ist dann auch eine entspannte Heimfahrt gewährleistet.

Autowaschstraße

Es ist so ein ähnliches Gefühl, wie bei einem Horrorfilm im sicheren Kino. Nur mit dem Unterschied, dass hier die Action viel näher ist und das Erlebnis damit intensiver wird. Besonders meine kleinen Kinder haben diesen kribbelnden Nervenkitzel gemocht, aber auch mir macht das Durchfahren auch ganz alleine immer noch Spaß.

Ins Freibad in der Mittagspause

Ist es wirklich heiß, dann schnell in der Mittagspause ins nahe Freibad und kurz abspannen. Lieber am Abend, wenn es wieder kühler wird, dafür etwas länger arbeiten.

MP3 - Spieler

Ich war lange Zeit skeptisch, ob ich an "reduzierter Musik" wirklich Freude haben könnte. Aber die Technik hat große Fortschritte gemacht und inzwischen bin auch ich zufriedener Besitzer eines MP3 Spielers, mit dem ich meinen riesigen Musikschatz auch unterwegs genießen kann.

Mit dem MP3 Spieler kann ich auf Reisen das Warten verkürzen und optische Erinnerungen mit akustischen Verknüpfen. Besonders angenehm aber finde ich die Möglichkeit FM Programme mitzuschneiden, das können allerdings nicht alle Spieler. Damit wird es wesentlich leichter gehörte Musik zu kaufen und dies hat mir schon viel Freude gebracht.

Internet - Radio

Wer schon als Kurzwellenamateur den Reichtum an Informationen im Äther kennen gelernt hat, der wird sich auch an den Internetradios erfreuen. Um Kontakt zu einer Region (z.B. der Ferieninsel Mallorca) oder um eine spezielle Musikrichtung zu pflegen (z.B Smooth Jazz aus San Diego) gibt es wenig Vergleichbares, was bessere Dienste leistet.

Die Qualität ist akzeptabel und hat man eine Internet - Flatrate, dann kostet der Spass auch nichts! Die Auswahl ist inzwischen besser als bei einem Weltempfänger!

Bilder Blog

Ein Blog ist ein Webtagebuch. Ich habe mich lange gescheut eines anzulegen, weil ich nicht sicher war, wie es ankommen wird und wie ich es gestalten soll.

Jetzt habe ich eine Lösung gefunden, die sowohl mir große Freude macht, wie auch den immer mehr werdenden Besuchern. Es sind einfach Bilder, die ich tagsüber mit der Digitalkamera mache und die ich dann abends oder wenn ich Zeit habe, ins Netz lege.

Wenn ich keine Lust habe, dann passiert nichts, aber insgesamt kommt so doch eine respektable Bilder-Sammlung zustande. Wer sich für Tübingen interessiert, kann mein Bilder Blog gerne besuchen und es für seine eigenen Interessen nachmachen.

Anagramme

Beim Anagramm wird ein Wort oder ein Satz durch die Umstellung seiner Buchstaben so verformt, dass sich daraus ein neuer Sinn ergibt. Diese Buchstabenspiele sind uralt, haben aber durch neue Hilfsmittel, nämlich den Anagrammsucher, eine bessere Spielwiese bekommen. Damit kann man im Nu lustige Anagramme generieren und sich so und andere unterhalten.

Wie man dies praktisch einsetzen kann, findet man z.B. hier.

Nachbarnpost

Gute Nachbarn sind ein Segen. Ich habe das große Glück, nette und kluge Nachbarn zu haben und freue mich oft über die Kleinigkeiten, die sie mir vor die Türe stellen. Eine Gärtnerin lässt mich oft an ihren Schätzen teilhaben, die sie im Garten zieht, ein Abonnent teilt mit mir die Zeitung und ein anderer fährt mich billig zum Flughafen. Was gibt es Besseres als gute Nachbarn!

Schuhe ausziehen

Es ist ein Schritt in die Freiheit, wenn man seine Schuhe ausziehen kann. Die Füße werden beweglich, die Durchblutung wird gefördert, im Flugzeug wird die Trombosegefahr verringert. Also nur Mut, wenn ihr die Socken täglich wechselt und das Umfeld es erlaubt, zieht öfter mal die Schuhe aus oder wechselt zu bequemeren Schuhen.

Aus dem Fenster schauen

Für viele alte Leute ist es das einzige Hobby, das ihnen geblieben ist. Aber ich habe schon immer gerne aus dem Fenster geschaut, besonders auf Plätze, wo man viele Menschen beobachten kann. Es regt die Fantasie an, beruhigt und kann auch informativ sein.

Mit Kindern Memory spielen

Als Erwachsener wird man dabei meist verlieren, aber die Kinder freuen sich deshalb um so mehr und diese Freude ist ansteckend.

Grimassen schneiden

Am schönsten ist es mit Freunden oder Geliebten, aber man kann es auch alleine vor dem Spiegel. Es entspannt, unterhält bestens und ist auch eine gesunde Übung für die Gesichtsmuskulatur.

Künstlicher Singvogel

Ich habe meinen billig in einem Kitschladen in Mallorca erstanden. Er kommt aus China und pfeift ein Lied, wenn ein lautes Geräusch (z.B. Klatschen) zu hören ist. Ich pfeife dann mit ihm und bin guter Laune, z.B. auch schon gleich nach dem Aufstehen.

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