| Ein Besuch der vatikanischen Sammlungen hat mich angeregt, zu
diesem Thema Gedanken zu sammeln. Der Vatikan als Zentrum einer der großen Weltkirchen,
mit seinen unendlichen Archiven, seinem gigantischen Nachrichtennetz und einer sehr
effektiven Macht- und Personalstruktur ist sicherlich ein optimaler Platz für
Geheimnisse, vor allem jenen aus vergangenen Zeiten. Aber auch außerhalb der Kirchen spielen Geheimnisse eine große Rolle und ich frage mich, warum sie uns so faszinieren. Warum stecken Menschen so viel Aufwand, wie Kraft, Energie, Geld und Zeit in die Erforschung oder Weitergabe von so genanntem Geheimwissen, warum riskieren Sie als Esoteriker oder Esoterikerin von den "vernünftigen Menschen", den "Profanen", abgetan zu werden. Warum leisten sich Regierungen Geheimdienste, warum wird auch in der Wirtschaft Spionage betrieben? Warum schützen wir auf allen Ebenen Informationen vor der Weitergabe, sei es nun als Familiengeheimnis, Betriebsgeheimnis, militärisches Geheimnis oder Staatsgeheimnis? Warum werden Menschen, die Geheimnisse ausplaudern, bestraft, ja sogar dafür getötet? Ein Geheimnis zu besitzen scheint also große Vorteile zu haben und es zu verlieren scheint großen Schaden zu verursachen. Aber stimmt dies auch wirklich? Auch heute noch in einer Welt, die durch die Entgrenzung der Globalisierung, demokratische Strukturen mit den Medien, die davon leben alles "zu enthüllen" und technische Mittel wie das Internet sehr durchschaubar (oder wir man so schön sagt: "transparent") geworden ist? Ist nicht unser größeres Problem, dass wir zu viele Informationen haben und dass wir den Informationen nicht mehr trauen können, weil sie alle leicht fälschbar sind? Dass wir trotz "Wissen" nicht mehr "Handeln" können, weil die Welt so komplex geworden ist und es zu viele Sicherheits- und Verhinderungsstrategien gibt? Oder dass wir einfach aus Gewohnheit zu träge für Veränderungen geworden sind? Als junge Wissenschaftler haben wir einige Male grundsätzlich dieses Thema diskutiert. Sollen wir unser Wissen uneingeschränkt weiter geben oder sollen wir es als Geheimnis für uns behalten, um damit in Zukunft noch größere Vorteile zu erlangen? Die Weitsicht unseres damaligen Lehrers hat uns dabei sehr geholfen. Er war der Meinung, dass wir durch die Weitergabe viel mehr Vorteile hätten, als durch das Behalten. Und er hat, zumindest aus meiner heutigen Sicht, recht gehabt! Trotzdem kann auch ich nicht verleugnen, dass Geheimnisse ihren Platz in unserer Welt haben. Warum, das will ich hier versuchen zu erläutern. Aber vorerst möchte ich dazu einige nüchterne Betrachtungen anstellen. Es gibt kaum noch echte Geheimnisse Die Welt ist an Geheimnissen arm geworden. "Wissen ist Macht" gilt zwar heute noch, und dem entsprechend "Nichtwissen ist Ohnmacht", aber vieles was heute noch als Geheimnis gilt, existiert nur für wenige Stunden oder Tage. In Zeiten mit Diktaturen, ohne Pressefreiheit und ohne schnelle Mediennetze war dies ganz anders. Damals konnten Geheimnisse über Jahre existieren, bis sie dann bekannt wurden. Heute sind Entscheidungen kaum noch für längere Zeiten geheim zu halten. Zu viele Beteiligte, zu viele Informationskanäle, zu schneller Wechsel, zu wenig Loyalität und zu wenig Verschwiegenheit, zu viele Kameras, zu viele Beobachter, zu gute Analysen, die Liste der Veränderungen könnte ich beliebig fortsetzen. Wer etwas Besonderes weiß, hat daher nur noch einen kurzen Informationsvorsprung. Der reicht zwar immer noch, um u.U. mit einem Coup reich zu werden, aber langfristig habe Geheimnisse kaum noch die Bedeutung wie früher. Viel wichtiger ist heute das schnelle Lernen, das schnelle Umsetzen von Wissen. Etwas wissen können viele, es schnell anzuwenden, das ist heute die wahre Kunst, denn dies können nur diejenigen, die wirklich fit und potent sind. Das so genannte Insiderwissen ist heute schnell erlernbar geworden. Hat man nur genügend Ressourcen, dann braucht man gar keine illegalen Methoden wie Spionage oder Bestechung mehr, um es zu duplizieren. Berater können helfen Zeit zu kaufen. Schneller Wandel hat auch das Wissen mancher "Meister" Makulatur werden lassen. Was nützen Berufsgeheimnisse, wenn die Berufe selbst aussterben? Schutz bieten heute also nicht mehr so sehr die Verschwiegenheit oder das Verschließen im Tresor, sondern eher die rechtliche Absicherung durch Patente und Verträge und das Schaffen von Fakten durch schnelles Agieren. Wo dies nicht möglich ist, sind Desinformation und Verwirrung oft effektiver als das Schweigen. Viel wichtiger als etwas zu wissen erscheint mir "Vertrauen" zu haben. Nicht mehr Wissen ist Macht, sondern mächtig ist, wer Vertrauen hat. Vertrauenswürdig ist aber nicht der Geheimniskrämer, sondern der, der sich in der Vergangenheit offen geäußert hat und dessen Ankündigungen dann auch eingetroffen sind. Ein in der Vergangenheit großer Sektor für Geheimnisse waren immer die Religionen. Auch sie haben unter den neuen Zeiten stark gelitten. Lieber als an Geheimnisse zu glauben, treten heute die nützlichen und praktischen Elemente ihrer Lehre in den Vordergrund. Nicht dass man immer die Geheimnisse als "Schwindel" und Glaube als "Nichtwissen" abtun würde, dazu muss es gar nicht kommen. Im Vergleich der Religionen kommt nicht mehr die Frage auf, wer die größeren Geheimnisse hat, sondern wer in einer ohnehin schon komplexen Welt die besseren Lebensbedingungen und Überlebenschancen schaffen kann. Wer hier von Geheimnissen rede, dann kann ich natürlich nicht ausschließen, dass es vieles gibt, was ich gar nicht kenne. Oder allgemeiner gesagt, es gibt noch viel Wissen, das noch kein einziger Mensch kennt oder jemals gekannt hat. Wäre es anders, könnten wir uns die immensen Ausgaben für die Wissenschaft sparen. Denn was macht ein Wissenschaftler anders, als nach der Aufdeckung von Geheimnissen zu suchen. Nur spricht man dann besser nicht von Geheimnissen, sondern von "Nichtwissen" und man sucht in der wissenschaftlichen Arbeit nach Erklärungen und Entdeckungen, um mehr zu wissen. Vieles was an Geheimwissen tradiert wird ist nichts anderes als eine plausible Erklärung für Phänomene, die man (noch) nicht wissenschaftlich erklären kann oder mit deren Erklärungen man nicht zufrieden ist. Die Geheimnisträger glauben dadurch etwas "Besonderes" zu sein und erfreuen sich daran. Sie denken dadurch Macht zu bekommen, aber von außen und kritisch betrachtet machen sich diese Geheimnisträger eher lächerlich. Wer die Anerkennung der Wissenschaft nicht hat, hat meist auch nicht die Anerkennung der Gesellschaft. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob die Wissenschaft falsch liegt oder ob das (noch) Geheimwissen falsch ist. Die Geschichte der Menschheit ist voll mit tragischen Irrtümern der Wissenschaft, die bei jeder Verteidigung der neuen Erklärungen dann auch aufgeführt werden, quasi als Beweis, dass man doch Recht hat. Wie ist es aber nun mit vielen anderen Geheimnissen, die durchaus bekannt sind. Welchen Sinn haben sie, wenn sie nicht der Machtausübung dienen? Ich beginne mit dem Schweizer Bankgeheimnis als Beispiel. Wer profitiert davon, dass Dritte (z.B. Behörden) von den Banken keine Auskünfte bekommen? Erstens die Bankkunden, die dadurch geschützt werden und zweitens natürlich die Schweiz selbst, die im Vergleich zu anderen Ländern damit einen Vorteil hat. Schutz und Vorteil (hier Standortvorteil) machen also hier die Hauptelemente des Sinns aus. Wie ist es nun mit dem Briefgeheimnis? Da es in allen westlichen Ländern existiert, ist es kein Standortvorteil, sondern dient nur dem Schutz. Für mich ist dabei interessant, dass dieser Schutz gar nicht so wichtig zu sein scheint. Wenn ich sehe, welche Informationen alle über E-Mail transportiert werden und wie wenig dabei Verschlüsselung eingesetzt wird, dann scheint das Bedürfnis nach Schutz gar nicht mehr so groß zu sein. In die Kategorie Schutz und Vorteil fallen nun viele der bekannten Kategorien von Geheimnissen. Firmengeheimnis, Berufsgeheimnis, Staatsgeheimnis, Familiengeheimnis sind einige Beispiele dazu. Jede Organisation kann spezielles Wissen definieren, dass sie zum Geheimnis erklärt. Die Geheimnisträger alleine wissen über die Existenz oder den Wahrheitsgehalt Bescheid. Die Verletzung des Geheimnisses wird als großer Schaden für die Organisation angesehen und entsprechend bestraft. Aber neben den oben genannten Beispielen und Erklärungen für Geheimnisse scheint es noch weitere, sehr bedeutende Bereiche zu geben. Wenn ich mir die unzähligen Buchtitel ansehe, die das Wort "Geheimnis" beinhalten, dann frage ich mich, warum diese Titel gewählt wurden. Etwas was schon in Buchform erscheint kann doch höchstens ein "Offenes Geheimnis" sein, es ist doch meist nur Wissen, das nicht weit bekannt ist und hat mit Geheimnissen gar nichts zu tun. Und trotzdem kaufen Menschen diese Bücher. Existiert die Wahl zwischen den Titeln "Die Ozeane" und "Das Geheimnis der Ozeane", dann scheint sich der letztere besser zu verkaufen, anders kann ich mir die Inflation des Begriffes Geheimnis nicht erklären. Der Titel mit dem Geheimnis spricht die Neugierde der Menschen an. Vielleicht mag er auch dabei Vorteile versprechen, aber die Befriedigung der Neugier scheint mir der wesentlichere Teil zu sein. In einer Welt, in der vieles schon bekannt ist, in der Informationsüberfluss herrscht, muss das Interesse künstlich geweckt werden, sollen Menschen überhaupt noch zuhören oder zugreifen. Ganz besonders attraktiv sind Geheimnisse für Gruppen, die man dann "Orden" nennt. Das gemeinsame Wissen verbindet, ja verschweißt geradezu. Verbringt man dann längere Zeit in diesen Orden, dann darf man unter Umständen gar nicht mehr austreten, weil man "zu viel weiß". Natürlich wird der Reiz noch weiter erhöht, wenn sogar die Existenz des Ordens geheim ist. Geheimnisse erfüllen also ein menschliches Grundbedürfnis, das um so größer zu werden scheint, je nüchterner die Welt ist. Wenn schon die Wissenschaft alles erklären kann, dann ist der Bedarf an Geheimnissen besonders groß. Wer ist besonders interessiert an Geheimnissen? Ich unterscheide vor allem zwischen zwei Gruppen, die ich der Einfachheit halber die Täter und die Opfer nenne. Die Täter sind die direkten Nutznießer der Geheimnisse, jene die sie vielleicht schaffen oder die damit Geld verdienen oder einen Machtzuwachs bekommen. Die Opfer sind auch Nutznießer, denn sie erhalten mit den Geheimnissen einen ideellen Gegenwert, für den sie allerdings Leistungen erbringen müssen. Im Normalfall bedeutet es, dass sie dafür bezahlen müssen. Man könnte nun die Opfer auch die Gläubigen nennen, jene, die gerne das Geheimnis glauben wollen. Nicht alle Menschen sind nun gleich fasziniert von Geheimnissen. Wer in eine Schweizer Buchhandlung geht, wird überrascht sein, wie viele Meter Esoterikliteratur er dort findet. Warum sind nun die Schweizer so interessiert daran? Was unterscheidet sie von anderen Europäern? Erstens sind sie reich, Reichtum den sie vor allem der Existenz ihres Bankgeheimnisses verdanken. Sie haben also ein sehr anschauliches Modell, dass Geheimnisse Sinn machen können, zweitens sind sie isoliert und weit weg vom Meer. Menschen, die am Meer wohnen, haben meist eine lange Handelstradition und sind daher immer an Informationen interessiert. Sie wollen aber praktisches Wissen und kein Geheimwissen. Anders ausgedrückt, sie wollen mit dem Wissen ihre Probleme lösen und Geheimnisse dienen bei ihnen eher dem Wettbewerbsvorteil als der Erbauung. Neben den sehr reichen Menschen gibt es aber eine wesentlich größere Gruppe, die auch auf Geheimnisse anspringt. Es sind die ganz Armen, die fast immer mit Geheimnissen Hoffnungen verbinden ihrem Elend zu entrinnen oder es zumindest zu lindern. Da Armut auch fast immer mit mangelnder Bildung Hand in Hand geht, könnte man dies damit gut erklären. Aber es mehr Gründe dafür. Das Wissen um Geheimnisse tröstet, es schafft einen persönlichen Freiraum in all den Zwängen, die die Armut auferlegt. Es gibt Kraft und hilft so das Leben und Leiden zu ertragen. Welche Geheimnisse waren für mich persönlich wichtig? Rückblickend kann ich sagen, nur ganz wenige im privaten Bereich. Meine Familie war zu normal und zu liberal, als dass es notwendig gewesen wäre etwas zu vertuschen. Aber im Berufsleben wurde ich stets geplagt von unzähligen Vorschriften zur Geheimhaltung, deren Sinn ich auch im Nachhinein nicht immer eingesehen habe. Aber wer die Tradition amerikanischer Computerunternehmen kennt, wird dafür Verständnis aufbringen. Bei einem raschen Wechsel ist es viel angenehmer vieles geheim zu halten, denn man erspart sich damit die Erklärungen all der vielen Änderungen, die sich immer ergeben werden. Und wer mächtig ist, der kann auch schon mit Vermutungen und Spekulationen genügend Aufmerksamkeit erregen. Da ich fast immer Zugang zu Bibliotheken und später zu Datenbanken hatte, konnte ich auf Fragen auch schnell Antworten bekommen. Es gab also kaum etwas, was ich nicht herausfinden konnte, wenn ich es nur wollte und wenn es genügend Wissen darüber gab. Aber ich habe oft die Macht als Geheimnisträgern, der ich öfters war, gespürt. Es war schon ein besonderes Gefühl zu wissen, dass in den nächsten Tagen eine Firma gekauft wird und sich dadurch deren Aktienkurs verdoppeln wird. Leider waren mir immer legal die Hände gebunden, um dieses Wissen auch kommerziell umsetzen zu können. Insgesamt war alles in meiner Umgebung viel zu nüchtern, zu rational, um Geheimnissen viel abzugewinnen. Ich konnte ganz gut mit Wahrscheinlichkeiten leben und wurde nicht oft zu sehr überrascht. Die Offenlegung von Geheimnissen In Demokratien ist es langfristig unmöglich, auch unangenehme Entscheidungen geheim zu halten. Es stellt sich nun die Frage, wann und wie man diese Geheimnisse veröffentlicht. Man kann dies aufgrund von Zeitlimits machen, dass z.B. nach 20 Jahren auch geheime Protokolle und Unterlagen veröffentlich werden. Viel häufiger aber wird man nach Nutzen und Schaden entscheiden. Wie bekomme ich durch Veröffentlichen den meisten Nutzen und wie halte ich den Schaden am kleinsten, das wird die häufigere Entscheidung sein, der sich vor allem Politiker stellen müssen. Es gibt immer wieder Hypes, Medienereignisse, in denen rund um die Uhr z.B. über Katastrophen berichtet wird. Diese Zeiten sind optimal für eigene schlechte Nachrichten. Erstens werden sie kaum verbreitet, weil die Medien mit anderen Themen beschäftigt sind und wenn doch, dann erst auf den hinteren Seiten und nie als Schlagzeile und zweitens werden die Inhalte selbst bei den Betroffenen kaum wahrgenommen, weil auch sie zu sehr von abgelenkt sind. Und man sollte immer alles auf einmal verkündigen, dann hat man es hinter sich gebracht und man kann auf diese Weise fast sicher gehen, dass das Interesse daran dauerhaft gestillt ist. Umgekehrtes gilt für gute Nachrichten, sie veröffentlicht man, wenn man genügend Aufmerksamkeit dazu bekommt, nur so entfalten sie ihren Wirkungen, andernfalls verpufft ihre Wirkung. Diese kann man noch steigern, wenn man sie in Schritten oder Stufen ankündigt. Wenn ich die Entwicklung des Datenschutzes in den letzten Jahren betrachte, dann ist es schon frappierend, wie schnell man sich hier immer wieder darauf einigt, Geheimnisse aufzugeben. Nun passiert dies ja immer mit "vielen Bedenken", aber vergleicht man die Zustände in z.B. Zehnjahresabständen, dann sind die Veränderungen schon gewaltig. Noch gravierender aber sind die unzähligen Datenspuren, die heute im Internet vorhanden sind. Man braucht sich ja z.B. nur über irgendeine Person bei Google zu informieren und wird immer wieder überrascht werden, wie leicht man dort fündig wird. Wer also aktiv am öffentlichen Leben teilnimmt, hat gar keine Chance unerkannt zu bleiben. Ich frage mich, was eine Detektei heute noch besser machen kann, also das uns allen zur Verfügung stehende Wissen im Internet. Es ist ein Gutes, würde ich mal annehmen. Da die Zielgruppe entweder Reiche sind, oder zumindest viele andere, erscheint es mir in jedem Fall lohnend, Geschäfte mit Geheimnissen zu versuchen. Die Chance mit so genannten Geheimnissen zu verdienen steigt mit der Dummheit der Zielgruppe und das Potenzial ist dadurch groß, ja fast unermesslich. Es wird ja auch deshalb immer wieder erfolgreich versucht. Die Bandbreite dieser Versuche ist sehr groß, sicherlich kennt jeder selbst erlebte Beispiele dazu und auch die Höhe des Lehrgelds, das dabei bezahlt wurde. Diese Geschäfte werden auch nicht ausrottbar sein, denn sie erfüllen in jeden Fall das Bedürfnis am Geheimnis teilnehmen zu dürfen, auch wenn sich im Nachhinein alles als falsch heraus gestellt hat. Daher wollen auch viele Geschädigte gar nicht aufgeklärt werden. Es ist für sie viel schöner mit einer Illusion zu leben, auch wenn man dafür teuer bezahlt hat, als in einer ausschließlich nüchternen und profanen Welt. Dies wird auch so bleiben, denke ich. Noch so viel Aufklärung oder Bildung wird davor kaum schützen. Menschen bleiben so, wie sie sind, und der Wunsch durch Geheimnisse mehr Macht und Einfluss, mehr Erfolg oder Reichtum zu bekommen, geht ja für einige auch in Erfüllung. Zwar meist auf Kosten vieler anderer, die dafür bezahlen müssen, aber sie sind wenigstens dabei gewesen und sie hatten ja auch eine Chance, wie jeder System-Lottospieler sicher bereitwillig erklären wird. Auch wenn sich die Bedeutung von Geheimnissen im Laufe der Geschichte stets ändert, ich glaube fest daran, dass Menschen immer auf die Wirkung von Geheimwissen bauen werden. Es scheint zu unserer menschlichen Natur zu gehören, nicht alles erklären zu wollen, sondern auch glauben zu können. Wer also den kreativen Umgang mit Geheimwissen beherrscht, wird stets Vorteile daraus gewinnen können. |
www.buchegger.de/geheimnis-geheimwissen.html