| Gelegentlich betreue ich für Freunde
und Bekannte musikalisch Feste oder Feiern. Weil dies gut ankommt und weil ich damit die
Rolle der Musik in unserer Gesellschaft fördern will, stelle ich meine bescheidenen
Erfahrungen dazu der Internetgemeinde zur Verfügung und hoffe auf weitere
Vorschläge dazu. Ich unterscheide im weiteren - zugegebenermaßen etwas künstlich - zwischen offiziellen Feiern (mit genau festgelegtem Ablauf) und Festen oder lockeren Feiern (mit eher spontanem oder chaotischem Ablauf). Aber viele Feiern, z.B. zum Geburtstag oder zur Hochzeit, werden hoffentlich schnell zum Fest und auch Feste brauchen etwas Planung! Offizielle Feiern
Feste, lockere Feiern Band, Alleinunterhalter oder
Diskjockey (DJ) Die größte Midi-Sammlung für klassische Musik Zur INSELLISTE mit vielen weiteren, nützlichen Links Offizielle Feiern Feiern haben einen festen Rahmen, in ihnen wird die Musik fest eingeplant. Dort gibt es keine spontanen Ereignisse, auf die man sich extra vorbereiten muß. Insofern ist ihre Ausrichtung wesentlich einfacher als die von Festen, in denen man spontan reagieren können muß. Für eine offizielle Feier ist fast immer und ausschließlich Live Musik angesagt. Nur im persönlichen Kontakt zwischen Musikern und Publikum entsteht die notwendige, feierliche Mischung. Der Inhalt der Musik ist meist durch den Anlaß und das Publikum fest vorgegeben. Nicht immer muß es das Klassik-Quartett sein, das man bei der örtlichen Musik (Hoch-) Schule buchen kann. So habe ich auch gute Erfahrungen mit Schülerbands und Musikvereinen gemacht, deren Honorar leicht zu bezahlen war, und deren Brass-Einsatz gute Stimmung machte. Aber auch Multi-Kulti-Bands, von der Zigeunergruppe bis zum Strassenmusikensemble aus Rußland kommen gut an. Inzwischen gibt es auch wieder einige A-Cappella Gruppen, die sich gut zum Einsatz auf Feiern eignen. Und immer noch hat der Mann am Klavier, z.B. mit einem guten Sänger oder einer guten Sängerin nicht ausgedient. Alle diese Einsätze werden nur kurz sein und das Programm abrunden, aber nicht im Zentrum der Veranstaltung sein. Buchen kann man übrigens MusikerInnen nicht nur bei Agenturen, sondern auch über das Arbeitsamt. Es hat normalerweise eine eigene Abteilung für die Vermittlung von künstlerischen Berufen. Oder man sieht im Internet nach. Vermitteln können MusikerInnen auch fast immer die Musikläden oder die örtlichen Veranstalter. Gute MusikerInnen sind nicht billig, man sollte bei ihrem Honorar nie vergessen, wieviel Geld in ihrer Ausbildung steckt und wieviel unbezahlte Übungen sie täglich vornehmen müssen, um ihren Standard zu halten. Feste, lockere Feiern Feste haben einen ganz anderen Rahmen. Wenn sie lange dauern, wird die Musik in ihnen eine zentrale Rolle übernehmen. Doch nie wird es so sein, wie bei einem Konzert, wo sich das Publikum der Musik unterzuordnen hat. Auch bei Festen wird die Musik im wesentlichen den Anlaß des Festes, der Feier unterstützen müssen. Dies wird gerade von den Live-Bands manchmal übersehen, die sich immer primär im Mittelpunkt sehen und so oft das Fest gelegentlich mehr stören als unterstützen. Darum sind bei jeder Feier im Vorfeld immer folgende Fragen zu beantworten:
Die Menschen wollen gerne die Musik hören, die in ihrer Jugend aktuell war, dann fühlen sie sich richtig glücklich und gehen auch aus sich heraus, was jedes Fest zum Ziel haben sollte. Leicht wird die Auswahl in einer altershomogenen Gruppe. Hier spielt man die Musik, die in deren 20er Jahren aktuell war. Wenn z.B. in 1999 ein 50er Geburtstag gefeiert wird, dann wird das durchschnittliche Geburtsjahr 1949 sein, 20 Jahre dazu führt zur Musik von 1969, plus-minus 5 Jahre bestimmen den Musikrahmen 1964 - 1974. Mit diesem Algorithmus habe ich noch nie ganz falsch gelegen. Er versagt allerdings, wenn die Gruppe extrem inhomogen ist. Kann man hier keine Teilgruppen ausmachen, die man abwechslungsweise befriedigt, wird es sehr schwierig sein, ein gelungenes Fest zu gestalten. Hier kann man dann noch am ehesten auf internationale Standards ausweichen. Jede Musik, ob jetzt live oder vom Diskjockey muß den Anlaß des Festes unterstützen. In Ihr Programm gehören also immer ein Tusch, ein Lied zum Geburtstag (in einer großen Gruppe hat immer jemand Geburtstag), eine Art Fanfare für Ankündigungen (ich nehme dazu die Eurovisionshymne, das Prelude vom Tedeum von Marc-Antoine Charpentier), ein Jingle für die Pausen, ein Schlußlied (optimal zur Zeit: Time to say goodbye von Bocelli). Wird gegessen, will man sich unterhalten. Wenn überhaupt, dann sollte nur ganz dezent Musik dazu gespielt werden. Leichte Klassik, Easy-Jazz oder Soft-Pop sind dann angebracht. Auch hier sündigen Bands gerne und sind zu laut und auch DJs können es kaum erwarten, die Wattzahlen hochzudrehen. Immer wissen sollte man, wer das Fest letztendlich bezahlt und auf dessen Lieblingsgeschmack auch eingehen. Das hat nichts mit Einschmeicheln zu tun, sondern es ist einfach ein Frage der Klugheit den Sponsor dieses Abends / des Events für weitere Veranstaltungen zu gewinnen. MusikerInnen wollen schließlich von ihrem Beruf auch leben können. Auch sollte man sich immer gut mit dem Wirt stellen. Er kann weitere Aufträge vermitteln. Wie auch sonst im realen Leben helfen gute Verträge zufriedene Geschäftsverbindungen zu erhalten. Es sollten alle wichtigen Details zwischen Veranstalter und Musiker im Vorfeld festgelegt werden. Dazu gehören insbesondere die Art und der Zeitpunkt der Bezahlung, der Beginn und auch - vor allem - das Ende der Veranstaltung. Aber auch wie die Musiker verpflegt werden, gekleidet sein sollen und wieviele Pausen gemacht werden, sollte man ansprechen und in einem kurzen Protokoll auch festhalten. Wird dies nicht gemacht, dann klaffen die Erwartungen zu weit auseinander und anstelle der Freude kommt Frust auf. Vor allem bei den Pausen und beim Ende stelle ich dies immer wieder fest. Also besser vorher streiten und sich einigen, als nachher lauter lange Gesichter. Band, Alleinunterhalter oder Diskjockey (DJ)Nicht jede Band, Kapelle, Gruppe eignet sich für öffentliche Auftritte. Neben handwerklichem Musikkönnen müssen immer auch Entertainerqualitäten vorhanden sein und vor allem ein sehr umfangreiches Repertoire. Dann muss man sich auf die Vereinbarungen auch verlassen können. Die Entscheidung zwischen Band, Alleinunterhalter und Disk-Jockey ist nicht ganz leicht. Live-Acts haben natürlich sehr viele Vorzüge, aber sie sind weniger flexibel und ausdauernd. Und vor allem sie sind teurer. DJs hingegen können ein wesentlich breiteres Repertoire einbringen und können auch sehr viel flexibler reagieren. Schlecht, wenn auch häufig anzutreffen, sind die Kombinationen. Hier stiehlt einer dem anderen die Show. Wenn schon kombiniert, dann doch zeitlich deutlich getrennt. Nach dem Livekonzert kommt dann der DJ, der das Publikum bis in die Morgenstunden unterhält, das ist sicher akzeptabel. Sehr schlecht ist auch die völlige Unkoordiniertheit von Musikbeiträgen bei einem Fest. Auch dies trifft man immer wieder an. Es hilft nicht das Fest erfolgreich zu gestalten. Es muß bei mehreren Musikauftritten und anderen Unterhaltungsbeiträgen immer einen 'Zeremonienmeister' geben, der die Koordination der Ereignisse übernimmt und die Beiträge aufeinander abstimmt. Gerade wenn mehrere Personen gemeinsam feiern, tritt dieses Problem häufig auf und führt auch immer wieder zur Frustration. Also vorher danach fragen und unter Umständen den eigenen Beitrag nicht anbieten oder das Engagement ablehnen. Denn neben dem Honorar steht bei jedem Auftritt auch immer das eigene Image auf der Waagschale und ein Schaden beim Image kann teurer werden als das verlorene Honorar. Gelegentlich wird man auch an einen Alleinunterhalter denken. Diese haben heute mit elektronischer Unterstützung fast die Musikpower einer kleinen Band. Aber sie haben doch nicht deren psychologischen Effekt und Charme. Man kann halt oft doch nur einen schwerarbeitenden Menschen beobachten, der Musik produziert. Es fehlt die Freude und der Wettstreit, den die Musiker einer Band vermitteln können. Denn sie sind doch alle auch Entertainer und nicht nur Spezialisten auf ihrem Instrument. Alleinunterhalter bieten sich bei eher anonymen Veranstaltungen an, z.B. einem Straßenfest oder einer Firmeneröffnung oder auch für für kürzere Tanzveranstaltungen, z.B. am Ende einer Tagung, zur Happy Hour oder nach einem Vortrag. Da sind sie gut eingesetzt. Allerdings gibt es auch bei ihnen große Qualitätsunterschiede. Manche Spitzen-Unterhalter stellen sicher alles andere in den Schatten. Ansonsten würde ich bei Budgeteinschränkungen doch eher dem DJ dem Vorzug geben. Aber auch DJs sind nicht ganz billig. Man bedenke, daß auch sie große Investitionen tätigen müssen und daß z.B. allein der Musikwert, den sie in ihrem Koffer dabei haben, leicht den Gegenwert eines Autos darstellt. Und daß es eine bemerkenswerte Leistung ist, Hunderte von Titeln im Kopf zu behalten und schnell zu finden. Hat man die Verantwortung für die Auswahl, sollte man sich unbedingt vorher eine Darbietung ansehen und anhören, um das Risiko einer Fehlentscheidung klein zu halten. Empfehlungen alleine sind zu subjektiv. Und Demomaterial ist nicht immer aussagekräftig genug.
Meine Hinweise richten sich ausschließlich an die Hobby - DJs. Hier ist nicht von der Arbeit der Profis die Rede, die wissen ganz genau, was sie zu tun haben. Aber es gibt immer wieder Menschen, die - so wie ich - ihre Freude an der Musik gerne auch mit anderen teilen wollen. Bei der technischen Ausrüstung sollte man improvisieren. Hier genügt oft die kräftige Heimstereoanlage mit einem zweiten CD-Spieler. Die CD-Spieler sollten Anti-Shock-Ausrüstung haben, z.B. durch einen 20 Sekunden Speicher, die fast alle tragbaren CD-Spieler heute ohnehin haben. Denn beim Tanzen gibt es sonst immer wieder Ausfälle durch Erschütterungen.
Für Säle muß man dann doch auf Spezialequipment zurückgreifen, das man sich aber oft im Fachverleih oder bei befreundeten Musikern - gegen Geld - ausleihen sollte. Hierbei ist 'laut' wichtiger als 'guter Klang'. Um diesen zu erreichen, müßte man sowieso ein Vermögen investieren, aber ohne entsprechende Lautstärke wird man sein Publikum nicht befriedigen. Die Anlage baut man vor dem Fest auf, vielleicht mit fremder Hilfe, zum Teil sind die Geräte für einen Menschen doch zu schwer. Dann markiert man mit weißem Tesaband alle Einstellungen an den Reglern und sorgt dafür, daß vor allem die Lautstärke keinen Schaden anrichten kann. Ich nehme mir zur Sicherheit ohnehin immer Ohrenstopfen mit, um mich selbst zu schützen. Nicht vergessen darf man die DJ Beleuchtung. Da zum Tanzen meist abgedunkelt wird, dies reduziert die Scheu zum Beginnen, muß der DJ für sein eigenes Licht sorgen, sonst wird er die kleingedruckten CD-Titel nicht mehr lesen können. Ich nehme mein Licht, einige Verlängerungskabel, meine Kopfhörer und eine Multisteckdose immer selbst mit. Arbeitet man mit einer fremden Anlage, dann sollte man eine halbe Stunde Testzeit - vor der Veranstaltung - einplanen. Fast jedes Gerät ist anders und man muß es sicher bedienen lernen. Ich arbeite nur mit CD-Spielern, Plattenspieler vermeide ich. Bisher hat dies niemanden gestört. Immer wieder bringen Menschen ihre eigenen CDs und Kassetten mit, etwa um damit eine Aufführung zu untermalen. Verlasse dich nicht auf deren Angeben, überprüfe alles Material, ob z.B. der Anfang auch richtig eingestellt ist. Hier kommt es immer wieder zu unangenehmen Überraschungen, für die letzten Endes dann doch du verantwortlich gemacht wirst. Lasse ruhig Menschen in deiner CD-Sammlung wühlen und etwas aussuchen, aber abspielen solltest die Titel nur du. Sonst kommt heilloses Chaos zustande. Vor allem dann, wenn die Scheiben nicht mehr richtig zurückgelegt oder eingeordnet werden. Geäußerte Wünsche solltest du notieren (immer einen Schreibblock mitnehmen, bei dem Lärm hilft das für die Kommunikation) und auch beim Abspielen hinweisen, für wen du sie spielst. Trenne deine eigene Musik deutlich von den fremden Beiträgen, sonst gehst du schnell mit weniger CDs nach Hause, als du hattest, wie du gekommen bist. Musik bei Feiern wird anders sein, als das was du sonst im Radio hörst. Am ehesten kommt das Programm einem rhythmischen Wunschkonzert nahe. Es wird nahezu nur bekannte Titel geben, dazu kommen noch die üblichen aktuellen Hits, die man am besten der aktuellen BRAVO HITS oder KUSCHELROCK Ausgabe entnimmt. Alle Titel müssen zum Tanzen einladen. Bei jüngerem Publikum kommt nach drei schnelleren Titeln ein ruhiger Titel, bei älterem Publikum ist es umgekehrt. Man muß immer einen Satz Standard-Tänze dabei haben. Auf jeden Fall braucht man einige Walzer, langsame Walzer, Foxtrott, Cha Cha, Tangos, Boogies, sowie Polka und Marsch Musik. Alle diese Titel dürfen nicht viel länger als 3 Minuten sein. Ich habe lange gesucht, bis ich die richtige Band für Walzer gefunden habe, sie wird von Alfred Hause geleitet, zur Not geht auch James Last. Die üblichen Konzertwalzer z.B. sind völlig ungeeignet, schon nach einem Viertel der Zeit kippen die Leute um. Manches Modisches wird man nicht dabei haben müssen, diese CDs bringt immer jemand mit. Es lohnt sich einfach nicht, alle diese Eintagsfliegen zu kaufen. Pausen einzulegen ist kritisch. Schnell stoppt sonst der Schwung der Feier. Ich nehme lieber Änderungen im Programm vor. Wenn ich sehe, daß die Erschöpfung zunimmt, spiele ich Dixieland, da kommt auch im Sitzen Stimmung auf. Besonders kritisch für Pausen ist die Zeit nach Mitternacht. Sie wird genutzt, dass dann die Leute nach Hause gehen, was nicht immer im Sinne der Veranstalters ist. Da heißt es eisern durchzumachen. Manches Publikum ist nur sehr schwer zum Tanzen zu bewegen. Fast immer hilft dann: Tanzfläche abdunkeln, Damenwahl ausrufen oder mit langer Polonäse alle zum Mitmachen zwingen. Die Musik etwas lauter drehen, damit das Unterhalten schwieriger wird, auch dies hilft manchmal. Oder man geht durch die Reihen und notiert spezielle Wünsche, die man dann der Reihe nach erfüllt. Tanzen wollen eigentlich nur die Frauen, vom Mädchen bis zur Uroma. Männer sind nur bei Partnersuche zum Tanzen zu bewegen oder sie haben eine gute Ausbildung als Tänzer bekommen. Besteht das Publikum überwiegend aus Männern, dann kann man das Tanzen vergessen. Hier wechselt man dann eher auf Kneipen- oder Saufmusik rüber. Immer sollte man Musik für kleinere Kinder spielen, wenn welche dabei sind. Besonders gut eignet sich dazu griechischer Sirtaki (eigentlich Sirtos), denn man im Kreise tanzen kann. Aber auch die aktuellen Bewegungsmodetänze (von Lambada bis zu Macarena) tanzen diese Kinder gerne. Von den Mallorcaurlauben haben sie alle die Bewegungsreihenfolge mitgebracht. Ihr Vorbild ermuntert dann auch das ältere Publikum zum Mitmachen. Vieltänzer wissen, daß sehr schnelle Musik eher vom Tanzen abhält. Viel grooviger, d.h. zum Tanzen auffordernd, sind etwas langsamere, rhythmische Stücke, z.B. von den Rolling Stones. Anders ist dies natürlich beim Raven. Hier will man den schnellen Maschinenrhythmus, um schneller in Trance zu kommen. Man sollte beobachten, was für ein spezielles Publikum wirklich ankommt und sich dann auf die gewünschte Schlagzahl einstellen.
Ich habe einige Sequenzen, die bewährt sind und die ich immer in der gleichen Reihenfolge spiele. Aus diesen Bausteinen setze ich dann in etwa den Abend zusammen. So gibt bei mir immer eine Beatlessequenz (aus Stars on 45), eine Countrysequenz, ein Italofolge, eine Seniorendiskothekreihe, eine Dixielandfolge, mehrere Oldiessequenzen, Walzer mit langsamen Walzer und Foxtrott abwechselnd, Schlager, eine Latinosequenz, u.a.m. Dies erleichtert sowohl mir die Arbeit und auch das schon wissende Publikum erfreut sich, wenn sie die Sequenz wiedererkennen. Wer kann, brennt sich eigene CDs mit diesen zurechtgeschneiderten Passagen. Dies reduziert den Platzaufwand im DJ Koffer ganz enorm. Denn die meiste Musik, die ein DJ dabei hat, wird er i.A. nicht spielen. Man überlege einmal: 10 Stunden Musik, das wären 600 Minuten, bei starrer Planung reichen dazu 10 CDs locker aus. Und wer mit mp3 fährt, der kriegt alles auf eine einzige Disc! Tatsächlich aber wird der DJ Koffer etwa 200 - 300 CDs enthalten, mit bis zu 6000 Titeln, um flexibel auf die Wünsche eines breiten Publikums reagieren zu können. Spiele, Darbietungen zur Unterhaltung In den Tanz - Pausen ist das Publikum unendlich dankbar, wenn es unterhalten wird. Also sollte man immer einige Spiele oder Darbietungen auf Lager haben. Folgendes hat sich bewährt und kann mit wenig Vorbereitungen auch von Laien dargeboten werden. Mehr Spiele gibt es auf einer eigenen Seite! Gemeinsames Singen Besonders beliebt bei einem reifen Publikum. Für Texte kann man sich von meinen Geburtstagsgedichten inspirieren lassen. Genügend Textexemplare zum Verteilen vorher kopieren! Männerballett Zur Musik von Schwanensee tanzen Männer. Weisses T-Shirt und selbstgemachte Tüllröckchen dienen der Verkleidung. Je unbeholfener, umso besser. Auch die Vorbereitungen dazu werden Spass machen. Karaoke (Singen zur CD) In allen möglichen Varianten. Vom Elvis-Imitator bis zum Kinderstar (wie im TV). Muß vorher geübt werden, wenn es ankommen soll. Ist nämlich viel schwieriger, als man denkt. Am einfachsten ist noch Playback, das heißt man tut nur so, als sänge man. Man braucht nicht unbedingt spezielle KARAOKE - Ausgaben der Musik. Wenn man den Solo-Part laut genug einstellt, kann man oft auch die Original-Musik nehmen und trotzdem dazu singen! Und dann ist es auch weniger peinlich, wenn man ausfällt. Video vom Fest Jemand hat eine Videokamera mitgenommen und filmt das Fest. Ungeschnitten wird das 15 min Band (bitte nicht viel länger!) dann in einer Pause gegen Schluß vorgeführt. Interessanterweise sehen sich das die Teilnehmer immer gerne an. Und ist auch schönes Dokument, das man dem Gastgeber schenken kann. Zauberei Fast immer gibt es jemanden, der etwas zaubern kann. Am besten kommen dabei Kinder an, ihrem Charme erliegen alle. Die Vorführung kann man mit spannender Musik etwas untermalen. Quiz Braucht einen Quiz - Master, aber kann nicht nur lustig, sondern auch lehrreich sein. Naheliegend ist das Musik-Quiz, aber Vorsicht, die meisten Menschen kennen ganz wenige Titel, das Quiz muß also sehr leicht sein, will man das Publikum nicht frustrieren. Kennenlernspiele Besonders zu empfehlen, wenn sich die Teilnehmer noch nicht kennen. Nachzuschlagen in einer der Spielkarteien, z.B. die Mainzer Spielkartei oder Schwalbacher Spielkartei, die es auch in der Buchhandlung oder bei einem befreundeten Pädagogen gibt. Witze Witze können problematisch werden, wenn sie - in einem gemischten Publikum - manche beleidigen. Aber ich habe eine riesige Sammlung von eher problemlosen Witzen und Anektoten auf der Spasspost-Seite, dort wird man sicher was passendes zur Unterhaltung finden Wie immer, wenn viele Menschen zusammenkommen gibt es auch Probleme. So auch bei Feiern. Ich führe hier nur einige auf, mit den Antworten, die ich darauf habe Die Musik ist zu laut. Diesen Konflikt zwischen Tanzenden, die es laut haben wollen und den Sitzenden, die reden wollen, gibt es immer. Der Grund dafür sind ungeeignete Raumverhältnisse. Ich beuge dem so vor, daß ich die Lautsprecher so ausrichte, daß beim Tanzen vor allem die Tanzfläche beschallt wird. Für Reden und Vortragsstücke, werden dann die Lautsprecher wieder zum Publikum gedreht. Das ist keine Tanzmusik, die Musik gefällt mir nicht. Besonders bei mehreren Altersstufen wird keine Musik (vielleicht mit der Ausnahme von langsamen Walzern, die haben das breiteste Publikum) allen gefallen. Wer sich so beschwert, mit dem geht man das Repertoire durch und sucht ganz speziell für ihn/sie ein passendes Stück. So macht man aus einem meckernden einen zufriedenen Kunden. Wer bezahlt die GEMA? Muss ich ein Gewerbe anmelden? Alle öffentlichen Musikveranstaltungen sind bei der GEMA (im Voraus) anzumelden. Zum Glück muß das der Veranstalter machen, darum braucht sich der DJ nicht zu kümmern. Ein Gewerbe ist in Deutschland immer dann anzumelden, wenn durch die Tätigkeit regelmäßige Einnahmen entstehen. Im Zweifel würde ich es anmelden, denn die Anmeldung bei der Gemeinde ist einfach und schützt vor möglichen Problemen. Wer den DJ als Beruf ausüben will, möge sich für weitere Fragen bei www.ddo.de informieren. Der Schluß kommt zu früh! Dieses Problem gibt es immer wieder. Vereinbart war z.B. das Ende der Party für 3.00h morgens. Aber dann gibt es immer einige, schon ziemlich voll und daher auch aggressiv, die bis in den Morgengrauen weitermachen wollen. Ich lasse dann eine spezielle Kassette oder CD mit Liedern zum Schunkeln und Mitsingen zurück (gut eignet sich dafür das Repertoire von Dieter Thomas Kuhn) zurück. Dann sind alle zufrieden und merken gar nicht mehr, dass ich schon auf dem Weg ins Bett bin. Kann ich deine CDs entlehnen? Hier hilft nur ein klares Nein. Ich verborge prinzipiell keine CDs. Sie sind mein kostbares Betriebskapital. Die wenigen Male, wo ich es doch gemacht habe, haben mich nur in meinem Vorurteil bestätigt, dass es unklug war. Als Ersatz kann man anbieten, daß man die CD auf Kassette überspielt oder sie - gegen Vorauskasse - nachkauft, wenn sicher ist, daß sie noch erhältlich ist. Woher kennst du alle Titel? Es gibt zwei Hilfen dazu, die man sich anschaffen sollte. Erstens das zweibändige Hit- -Lexikon des Rock und Pop von Frank Laufenberg (Band1 und Band2) und für Computerbesitzer die CD-ROM mit dem Kellers-Musik Katalog, der jährlich neu erscheint. Wie ist der CD-Koffer organisiert? Ein Metallkoffer, wie er preiswert im Baumarkt als Werkzeugkoffer zu kaufen ist, mit 3 Reihen CDs. Die CDs sind ausschließlich in Plastikhüllen, die es nur im Fachhandel gibt. Auf diese Weise kann man das ganze Repertoire leicht mitnehmen. Wer eine große Festplatte hat und sich alle Titel in mp3 Format besorgt, kann heute auch alles im Computer speichern und wie beim Rundfunk die Titel in Sekundenschnelle abrufen. Willst du nicht ein Buch oder eine CD zum Fest schenken? Dann bestell sie gleich jetzt! Wer hier bei Amazon kauft, unterstützt meine Arbeit. |