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| Mit wem? Suche dir für Radreisen eine Reisegruppe, zu der du passt. Am besten ist eine kleine Gruppe (max. 8), mit gleichen Interessen und etwa gleicher Kondition. Es ist hilfreich, wenn du weißt, warum du Rad fährst. Du kannst dann besser deine Touren auswählen und planen. Bei großen Gruppen bestimmt einen ersten und zwei letzte Fahrer. Der Erste darf nicht überholt werden, einer der beiden letzten Fahrer muss schnell genug sein, um im Notfall Hilfe holen zu können. Ein entsprechend ausgerüsteter Fahrrad 'Mechaniker' wird fast auf jeder Tour einmal gebraucht. Tauscht vor dem Reisebeginn die Handynummern aus. Bei Gruppenfahrten halte genügend Abstand und warne vor Bremsungen. Sage den Mitfahrern, wenn ihr Verhalten dich gefährdet. Gute Laune ist beim Radurlaub das Wichtigste! Am besten auf eigenen Radwegen. Radfahrer harmonieren schlecht mit anderen Verkehrsteilnehmern. Für Fußgänger, Skater und Wandergruppen sind sie zu schnell, für Autos zu langsam. Es gibt zwar Empfehlungen für Radverkehrs - Anlagen (ERA), aber fast alle Wege, die ich fahre, sind zu schmal und nicht für normale Reisegeschwindigkeit geeignet! Fahre nur mit dem Berggang los, dies spart sehr viel Kraft. Schalte dazu vor dem Stehen bleiben rechtzeitig zurück. Fährst du schneller als 15km/h Schnitt, dann siehst du zuwenig von der Umgebung. Dem entspricht eine Reisegeschwindigkeit von 25 km/h. Plane Wanderreisen so, dass du i.a. mit dem Wind (z.B. von West nach Ost) oder vorwiegend bergab fährst. Aber Achtung, im Frühjahr gibt es bei uns häufig Ostwind! Bei Tages-Rundtouren wird immer wieder diskutiert, ob man zuerst mit dem Wind oder zuerst gegen den Wind fahren soll. Ich habe gelernt, dass der kurzfristige Vorteil mehr wert ist und fahre gleich mit dem Wind. Zu oft drehen sich Winde und oft gibt es gute Mitfahrgelegenheiten, wenn dann gar nichts mehr gehen sollte. Mache Pausen an schönen und ruhigen Stellen und nicht an einer Straßenkreuzung. Fahre nicht unnötig gegen den Strom (z.B. von Wien nach Passau!). Nutze den Windschatten aus. Die Kraftersparnis ist enorm. Aber dies muss man üben! Tandemfahren ist Windschattenfahren in optimaler Form. Fahre auch in Gruppen nie ohne Wegbeschreibung, ohne Landkarte und vor allem nie ohne Zieladresse. Entscheide am besten schon vor der Reise, mit wem du das Zimmer teilen wirst. Umfahre Seen, Täler etc. im Uhrzeigersinn. Dann musst du beim Abbiegen keine Strassen überqueren. Am Berggipfel muss eine Pause für die Langsameren eingehalten werden. Ein Fahrradcomputer ist auf jeder Reise nützlich, ebenso ein Reisetagebuch oder eine Digitalkamera. Die lauteste Glocke (z.B. Compact Bell II von Bibia) nützt dir am besten. Lehre den Kindern - am besten durch dein Beispiel - sicheres Rad fahren und bringe ihnen auch bei, wie man die gängigen Reparaturen durchführt.
Beim Werkzeug dürfen Kettenhandschuhe, selbst bei kurzen Touren, nicht fehlen. Als Ersatz dient bei mir eine Plastiktüte, mit der ich auch den Sattel abdecke. Bei Reparaturen achte auf den Boden, damit du herunterfallende Teile wieder findest (ungeeignet sind Wiesen, Kanaldeckel und Kellerschächte). Wenn Gewitter droht, rechtzeitig sicheren Unterstellplatz suchen. Nach dem Gewitter - mit Geduld - noch 10 min länger als sonst warten. Dann bleibt man eher trocken. Wer auf Nummer Sicher gehen will, suche sich das Nachtquartier vor 16h. Damit findet man noch leichter ein freies Zimmer und weicht vielen Gewittern aus, die oft erst nach 16h kommen. Plane ohnehin die Ankunft nicht viel später als 17h ein. Sonst sind die Radler zu müde, es passieren dann leichter Unfälle und man hat bei Problemen zu wenig Zeitpuffer. Und man wird dann auch den Zielort nicht mehr in Ruhe besichtigen können. Packe alle Sachen wasserdicht. Es gibt spezielle Tüten dafür, z.B. von ZIPLOC (Heavy Duty Freezer Bags, Gallon Size, gibt es in USA in fast in jedem Drugstore, inzwischen auch in Deutschland).
Schäme dich nicht, beim Bergauffahren rechtzeitig abzusteigen und das Rad zu schieben. Dies bringt willkommene Abwechslung und schont den Antrieb. Kondition ist wichtiger als Technik. 7h Wecken, 9h Abfahren ist bei Wanderreisen ein bewährter Zyklus. Bei weniger als 2 Stunden Zeit am Morgen für Morgentoilette und Packen kommt leicht Hektik auf oder man bricht dann doch später auf. Mit einer Führung hast du wesentlich mehr von Besichtigungen. Am beliebtesten sind für Radwanderer Führungen, die nicht länger als 30 Minuten dauern und nicht mehr als 3 kosten. Bei Gruppenreisen bleibe am Abend nicht zu lange sitzen. Dies spart dein Geld, du bist am Morgen fit und redest nicht zuviel Unsinn.
Lass dir von Einheimischen Tipps für Wege geben. Es gibt immer neue Wege, die noch nicht in den Karten sind. Auf fremden Bahnhöfen brauchst du mindestens 15 Minuten Zeit zum Umsteigen.
Die Hauptfehler der "ideologischen Radfahrer" (ich bin was Besseres, nur weil ich Rad fahre), die damit das schlechte Image aller Radfahrer fördern: Fahren ohne Licht (Schwarzfahrer), Nebeneinanderfahren (auch wenn kein Platz dazu ist), das Fahren in Fussgängerzonen (diese kurzen Weg kann man wirklich schieben), Abstellen vor Auslagen und Eingängen (selbst Radfahrer können einige Meter zu Fuß gehen). Sie sind die Vorbereiter der Nummernschilder für Räder (wie in der Schweiz) und sie werden bei der Einführung dieser auch in Deutschland längst fälligen Einschränkung am meisten schreien. Nette Mitreisende, eine autoarme Route und zuverlässiges Gerät machen jede Tour und Gegend schön. Große Städte sind nichts für Radfahrer. Schön sind 'Sägezahnrouten', kurz bergauf und dann lang rollen lassen. (z.B. bei Tübingen zwischen Wurmlingen und Hirschau). Gerne fahre ich im Rheintal, da kann man auch gut essen! Das ideale Gebiet dort sind für mich die Orte rund um den Kaiserstuhl (z.B. Breisach, Burkheim, Jechtingen, Riegel....) Interessiere dich für Klärwerke. Da du viel die Täler entlang fährst, kommst du bei vielen vorbei. Ideal zum Radeln sind aufgelassene Bahntrassen. Sie bieten Platz, haben nur geringe Steigungen und sind abseits vom Strassenverkehr. Deutschland ist nahezu ideal für Radtourismus. Leider wissen das die Politiker noch nicht! Auf Helgoland ist das Rad fahren verboten. Die Bahn als Zubringer für weiter entfernte Ziele wird für Radfahrer zunehmend unattraktiver. Zu oft muss man umsteigen, zu schlecht ist der Service. Dies führt dazu, dass viele Busunternehmer ihre Chance wahrnehmen und entsprechende Reisen anbieten.
Gutes Rad ist teuer. Für weniger als 500 Euro gibt es wahrscheinlich kein solides Wander-Rad. Je mehr du bezahlst, um so besser wird dein Rad sein. Luxus gibt es schon für 3000 Euro!
Männer wollen andere Räder als Frauen. Es ist meist falsch, gleichartige Räder für Paare zu kaufen. Frauen wollen oft extrem leichte Räder mit Rücktritt und Innengang, bequemem Sattel und einem Korb. Auch ältere Männer steigen dann gerne auf Frauenräder um, wenn sie leichter Auf- und Absteigen wollen. Und viele junge Frauen schätzen die Stabilität von Herrenrädern. Nach DIN ist die Hinterradbremse tatsächlich der linken Hand zugeordnet. Dies ist gefährlicher Unsinn, weil du dadurch im Fließverkehr beim Linksabbiegen behindert wirst. Bestehe beim Neukauf, dass diese Zuordnung umgestellt wird. Die Hinterradbremse gehört in der Praxis zur rechten Hand, damit du mit der linken gefahrlos Zeichen geben und mit einer Hand - in Kurven - dosiert bremsen kannst. Ebenfalls lass dir beim Neukauf das Fahrrad beim Fachhändler an deine Körpergeometrie (Faustregel: Rahmenhöhe = Innenbeinlänge minus 25 cm) und deinen Fahrstil anpassen. Die Unterschiede in der Fahrpraxis sind enorm und das Anpassen kostet meist nichts! Selbst gleich gebaute Menschen werden je nach Fahrstil und Einsatzzweck verschiedene Räder bevorzugen. Wer viel beim Fahren sehen will, wird eher aufrecht sitzen wollen. Dann ist zumindest eine Sattelrohrfederung sehr empfehlenswert. Dreiräder und andere Spezialräder für Behinderte und Senioren findet man bei u.a. bei www.wulfhorst,de, www.hasebikes.com und www.hoening.com. Moderne Liegeräder müssen nicht mehr schwer und sperrig sein www.hpvelotechnik.com. Ein Seniorenrad, geeignet auch für hügelige Gegenden, ist das Elektrofahrrad Flyer von BikeTec und es kommt aus der Schweiz. Ich habe es zwar selbst noch nicht getestet, aber die Spezifikationen haben mich überzeugt. Nur als Prototypen gibt es ein Trittleistenfahrrad (Cuddle Bike), ideal zum Kuscheln, wie beim Motorradfahren. Das gute Rad erkennt man am guten Schloss (z.B. Abus Granit X-Plus, Trelock BS 400, Trelock KS 320, Westfalia 477497, Kryptonite New York 3000) |
| Den optimalen Fahrradnabendynamo gibt es von Wilfried Schmidt aus Tübingen unter
der Marke SON. Er mag zwar unverschämt teuer erscheinen, aber wenn man bedenkt, wieviel
unsinniges Geld im Auto steckt, dann ist der Betrag für den eigenen Komfort und die
Sicherheit hier gut investiert. Bei schweren Fahrern führen Naben-Bremsen (Trommel-, Roller-, Rücktritt- Bremsen) leicht zu Speichenrissen. Sie sind mit Felgenbremsen und stabilen Hohlkammerfelgen besser bedient. Denn hier geht der Kraftfluss über die Felgen und nicht über die Speichen! Optimale Reifen fürs Radwandern: Schwalbe Spezial 37-622. Technikexperten schwören auf die Produkte von Rohloff. Wechsle die Kette alle 2000 km. Das ist billiger, als später den ganzen Antrieb austauschen zu müssen. Nützlich ist der Super-Fahrradcomputer von Cateye, der auch die Höhenmeter und die Temperatur misst. Moderne Technik hilft auch den Radfahrern. Für die Routenplanung schaut man sich mit Google Earth die Welt von oben an. Mit Magic Maps kann man genau die Streckenprofile studieren. GPS Navigationsgeräte (z.B. von Garmin oder Tomtom) lotsen auch Radfahrer sicher vom Start zum Ziel.
Hirn hat Helm. Ohne Radlerhose sollst du nicht auf Tour gehen. Kappen dürfen nur ein kleines Schild haben. Zu große Schilder führen dazu, dass die Mützen im ungeschicktesten Augenblick vom Kopf geweht werden. Weite, lange Anoraks können zu tödlichen Fallen werden, wenn sie sich beim Absteigen am Sattel verheddern und sie dich dadurch zum Sturz bringen. Mit Schuhen mit ausgeprägtem Absatz rutscht du kaum von den Pedalen. Ebenso mit Spezialschuhen. 15 Minuten nach dem Start am Morgen ist eine Anpassungs- und Umkleidungspause angebracht. Ausziehen, bevor du schwitzest, anziehen bevor du frierst! Erfahrene Reiseleiter planen dafür extra Pausen ein, z.B. vor dem Berganfang und auf der Anhöhe. Was du nicht mithast, das kann dir auch nicht gestohlen werden und wird auch nicht nass. Bei Regen schütze dich mehr vor der Kälte, als vor der Nässe. Eine leichte Gore-Tex (o.ä.) Jacke schützt gut bei kurzen Regengüssen. Optimal sind für mich Squall Jacken von Lands' End. Bei kälterem Wetter brauchst du bald warme Handschuhe und ein Stirnband. Nimm nur soviel mit, dass du auch noch das vollbepackte Rad über Treppen tragen kannst. Für eine Woche Radwandern (mit Übernachten im Hotel) braucht man bei richtiger Auswahl nicht viel mehr als 6 kg Gepäck.
Alleinreisen ist überall gefährlich. Vielleicht kannst du wenigstens ein Handy mitnehmen. Grelle Kleidung schützt dich. Kleidung zum schnellen Wechseln nur auf den Frontgepäckträger oder in den Lenkerkorb. Dort hast du sie immer im Blick. Die Chance, sie im normalen Gepäckträger zu verlieren, ist groß. Metallflächen am Boden sind bei Nässe extrem rutschig! Füsse auf den Boden! Sand oder kleiner Schotter auf Asphalt rutscht wie Kugellager. Da muss man extrem langsam fahren, vielleicht sogar absteigen! Taschen und Tüten am Lenker müssen sehr kurz sein, sonst kommen sie zu leicht in die Speichen. Die optimale kleine Tasche gibt es bei dm. Einmal kaufen, später gratis umtauschen!Ein originelles und auffälliges Rad - Zierstück, das auch der Sicherheit dient, ist die Glücksblume ® von Bluemmerling aus Happy Frankfurt. Holzstücke am Weg kommen leicht ins Rad und blockieren es dann total. Besser ausweichen! Vor langen Bergabfahrten die Vollständigkeit und Befestigung des Gepäcks und den Sitz des Helms überprüfen, Kappen mit Schild nach hinten und Schutzbrillen aufsetzen, Jacken dicht schließen, Handschuhe anziehen, Straßenrand meiden (dort ist der Rollsplitt, der wie Kugellager wirkt!). Bei Gruppen große Abstände einhalten, etwa alle 5km Zwischenstopps auf sicheren Flachpassagen vereinbaren und einen Schlussfahrer benennen. Es kommt bei diesen Fahrten besonders häufig zu Unfällen und dann ist es gut, wenn Hilfe in der Nähe ist. Handys helfen wenig, wenn sie unterwegs - z.B. in einsamen Wäldern - nicht funktionieren. Deshalb wähle als Radfahrer ein Netz mit guter Abdeckung. Meide - vor allem in fremden Gegenden - Fahrten in der Nacht. Sie sind zu riskant. Wenn es gefährlich oder eng wird: Rechtzeitig absteigen oder schieben! Nicht nur für Autofahrer, auch für Radfahrer, gilt: Vorsichtig fahren, heißt vor allem LANGSAM fahren! Langsam an Kreuzungen und die Gefahr von schweren Unfällen ist geringer. Griffe an Ampeln machen das Warten und Losfahren sicherer Halte viel Seitenabstand beim Überholen von Inlineskatern. Sie brauchen mit ihren schlingernden Armbewegungen sehr viel mehr Platz als ein Fahrrad und sie hören wegen ihres eigenen Rollengeräusches deine Klingel nicht. Gegen kleine Blessuren eine Tinktur (es geht auch Teebaumöl) zum Desinfizieren mitnehmen. Krämpfe in den Beinen sind meist ein Zeichen von Magnesiummangel. Dagegen helfen Bananen oder Magnesiumtabletten. Radtouristen in Süddeutschland sollten gegen FSME geimpft sein und nach Zeckenbissen die Wunde wegen Borrelioseverdacht (jeder 10. Zeckenstich führt dazu) beobachten. Zeckenzange (aus der Apotheke) in kleinem Plastikbeutel mitnehmen. Zecken herausdrehen und für Borreliose - Test mit nach Hause nehmen. Asien - Radreisende setzen sich einer erhöhten Tollwutgefahr aus und sie sollten sich dagegen impfen lassen. Diese Impfungen sind heute nicht mehr schmerzhaft, allerdings immer noch teuer. Lichtanlagen sind nur dann zuverlässig, wenn sie 2 Leitungen haben und die Kontakte verlötet sind. Ersetze dein altes Rücklicht gegen einen Toplight plus Standlichtautomaten (der Busch & Müller KG). Licht spätestens dann anschalten, wenn auch die Straßenlaternen eingeschaltet sind. Du siehst als Radfahrer viel weiter als ein Autofahrer. Deshalb gib ihnen Zeichen, wenn sie dich gefahrlos überholen können. Schmutzige Räder werden weniger geklaut. Ebenso Räder, die abgesperrt sind. Und neben einem teuren Rad ist dein billigeres auch relativ sicher! Sperre das Rad auch in geschlossenen Räumen ab, sonst zahlt die Versicherung nichts. Zuviel nackte Haut in der Sonne = Fütterung des Hautkrebses. Extrem gefährlich sind Pfosten, die Autofahrer von Radwegen abhalten sollen. Besonders bei Gruppenreisen kommt es dadurch immer wieder zu schwersten Unfällen! Mitfahrer warnen! Du kannst auf einem Tandem gut mit einem blinden Mitfahrer reisen. Unterstütze Organisationen, die Wege für Radfahrer beschildern.
Lade Politiker zum Fahren ein. Es führt zu besseren Radwegen. Die tägliche Radfahrt, z.B. zur Arbeit, am besten mit einem kleinen Berg, das bringt Kondition. Schmutzige Hände (und Waschbecken) reinigt man effektiv mit der ORI Handwaschpaste und einem glitzi Topfreiniger. In zu kurze oder abgenutzte Seitenständer kann man eine Schraube drehen. Mit einem Übergangsstück kann man bei allen Ventilen die Reifen an Tankstellen aufpumpen. Lärm ist vergeudete Energie. Darum ist das 'leise' Rad effektiver. Ein Reiseleiter ohne Radcomputer weiß meistens nicht, wie lange die Fahrt wirklich ist. Kleine Orte sind gut beraten, an den Radwegen folgende Informationen anzubringen (dafür genügt ein DIN A3 Schild): Ortsname, Übernachtungsmöglichkeiten (mit Telefonnummern und Preisen), Radrastplätzen, Werkstätten und Angaben zum nächsten Bahnhof. Die Radfahrer als Kunden werden es ihnen danken. Radfahrer lieben Radrastplätze mit Lebensmittelgeschäften (die auch Getränke/Sprudel führen), einem Stadtplan, Sitzbänken, sicheren Fahrradständern, Trinkwasserbrunnen und öffentlichen Toiletten. Willst du als BürgermeisterIn sie wiederholt in deinen Ort locken, dann stellt du diese zur Verfügung! Radwanderführer und Vereine sollten sich ein System ausdenken, mit dem sie Ortschaften mit guten Radrastplätzen auszeichnen. (So wie die Sterne im Guide Michelin)
Die anderen haben immer die bessere Technik. Anstrengender als jeder Berg ist scharfer Gegenwind. Feiere das seltene Ereignis, dass du beim Bergauffahren Rückenwind hast. Bei Wind brauchst du immer länger, auch wenn du die gleiche Strecke hin und zurück fährst und der Wind nicht dreht. Zu lange Pausen ermüden. Baumwolle trocknet nicht über Nacht. Fanatisches Radfahren ist ein sicheres Zeichen fürs Altern oder für die Angst verlorenzugehen. Rauchen, Übergewicht und zu viel Gepäck reduzieren deine Fahrleistungen. Radtouren sind Prüfsteine zur Messung des Körperzustandes. Schone dich bei großer Hitze. Extreme Anstrengungen in der Mittagshitze oder den frühen Nachmittagsstunden sind nur etwas für Profis. Du wirst bei Radtouren nicht abnehmen, eher zunehmen. Obwohl radfahren bis ins hohe Alter fit halten kann, so ist es nicht immer und für alle wirklich gesund. Neben der offensichtlichen Verletzungsgefahr durch Stürze und andere Verkehrsteilnehmer werden vor allem das Rückgrat, Hämorrhoiden und Prostata stark belastet. Bei Regen wirst du auf die Dauer immer nass. Entweder von außen oder von innen. Bei Schnee und Eis sind Liegeräder sehr viel sicherer, weil du nicht so leicht umfällst. Radfahren und Camping passen schlecht zusammen. Hingegen harmonieren Fahrrad und First-Class-Hotel ausgezeichnet.
Liegeräder eignen sich gut für Islandreisen. Bei mehr als 7 Teilnehmern ist meist ein störendes Gruppenmitglied dabei. Es gibt keine Harmonie zwischen Rauchern und Nichtrauchern und auch nur selten zwischen Radlern und Hundehaltern, so wie oft auch zwischen Radlern und Wanderern. Dein bester Freund ist auch der größte Schnarcher. Wenn es regnet, haben Allergiker weniger unter Pollen zu leiden. Penner und Nobelfahrer unterscheiden sich erst im Hotel. Handys sind für Radfahrer ausgesprochen nützlich. Es gibt immer mehr Gründe und Anlässe auf die Bahn ( DB ) zu schimpfen. Führerscheinbesitzer sind bessere Radfahrer. Auf die ADFC Karten und Tipps kann man sich fast immer verlassen. Der von Ramsauer geprägte Begriff Kampfradler passt schlecht für fanatische, rücksichtlose, intolerante, aggressive und anarchistische Radler. Er hat seinen Platz für die Kampfschwimmer, die in den Bädern andere gefährden. Mir gefällt der Begriff Ökofaschisten viel besser, noch dazu wo viele zusätzlich an ihren Parteiabzeichen erkennbar sind, die alle ausdrücken, dass etwas weg muss. Radfahren ist weniger anstrengend als Wandern. Und manche Behinderung, die beim Wandern zum Problem wird, kann mit einem entsprechend modifiziertem Rad kompensiert werden. Radfahrer sind schlechte Pauschaltouristen: Sie essen das mehrfache eines Seniors und trinken nur Wasser, sie machen die Böden mit ihren Schuhen kaputt, sie wollen die Räder mit aufs Zimmer nehmen, sie schauen sich wenig an, sie sind am Abend müde und konsumieren nichts an der Bar und sie waschen ihre Wäsche selbst. Fahrrad ist ein schwieriges Wort, es sollte viel einfacher Fahrad heißen! Licht rechtzeitig einschalten. Ein leichtgängiger Dynamo (z.B. AXA HR oder optimal der SON) und eine Lichtanlage mit Standlicht sind nicht nur im Winter nützlich. Warne Fußgänger, indem du schon von weitem klingelst. So werden sie am wenigsten von deinem Vorbeifahren überrascht. Bedanke dich bei Fussgängern, wenn sie am Rand gehen und dir ausweichen. Hunde kommen nur ganz schlecht mit Radfahrern zurecht. Sie sehen und hören die Räder zu spät. Deshalb bei Hunden langsam und vorsichtig fahren und schon von weitem klingeln. Absteigen in Fußgängerzonen ist guter Stil und kein Zeichen von Schwäche. Musst du unbedingt in Fußgängerzonen fahren, dann wenigstens im Schritttempo! Nur Anarchisten halten sich nicht an Verkehrsregeln, fahren bei Rot über die Kreuzung, stets gegen die Einbahnstraße und in Fußgängerzonen. Details zum Neckartalradweg rund und in Tübingen. Rad fahren und der Verkehr in Tübingen in den Tübingen Tipps. |
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