| Da ich meine Seminare normalerweise im Block abhalten
muss, werden dadurch sowohl an mich als Vortragenden, wie natürlich auch an meine
ZuhörerInnen große Anforderungen gestellt. Es ist nicht leicht über viele Stunden
vorzutragen und noch schwieriger ist es, den Gesprächen und Diskussionen - seien sie noch
so interessant - aufmerksam zu folgen. So habe ich mir ein kleines Repertoire an Übungen zugelegt, um mich selbst und mein Auditorium fit zu halten. Ich sorge damit nicht nur für das leibliche und geistige Wohl, diese Übungen erleichtern auch den Kontakt der ZuhörerInnen untereinander und bringen insgesamt eine gute Stimmung. Und auch ganz wichtig: ich baue mit ihnen die auch immer vorhandene Barriere zu mir etwas ab. Ich mache grundsätzlich nach längstens 60 Minuten eine Pause von wenigstens einer Zigarettenlänge. Die Raucher haben es ja immer besonders schwer bei mir, da muss ich schon etwas Rücksicht nehmen. Und nach der offiziellen Pause gibt es eine der folgenden Übungen: 1. Chinesische Klopfmassage Aufstehen und mit der flachen Hand den ganzen Körper abklopfen. Beim Kopf etwas sanfter, beim Sitzfleisch und bei den Beinen darf schon kräftiger zulangen. Wenn es die Teilnehmerschaft gestattet, kann man daraus auch eine Partnerübung machen. Dann kann man auch den Rücken abgeklopft bekommen. Diese Übung eignet sich besonders nach der Mittagspause, wenn die Verdauungspause das Leben sowieso sehr schwer macht. 2. Gähnen, Räkeln, Strecken Aufstehen, mit aller Kraft gähnen. Dabei kräftig Grimassen schneiden, sich langsam räkeln und kräftig strecken. Es darf auch alles Lärm machen. Statt gähnen kann man auch laut wiederholt JA sagen. Diese Übung hält lange frisch und dauert nur wenige Sekunden. Kann man auch einfach zwischendurch anordnen, wenn man merkt, dass jemand beim Vortrag einzuschlafen beginnt. 3. Hüpfen an Ort, mit Klatschen Aufstehen, etwas hüpfen und dabei in die Hände klatschen. Eignet sich besonders für junges Publikum und stabile Hörsäle. Und wirkt besonders mit entsprechender Musik. 4. Zungenbrecher Immer schneller einen bekannten oder neuen Zungenbrecher sprechen. Führt fast immer zum Lachen und dadurch zur Entspannung. Max Wachter macht acht Wachsmasken, acht Wachsmasken macht Max Wachter. 5. Händereiben - Augenmassage Im Sitzen die eigenen Hände und Unterarme reiben, bis sie gut warm sind, dann die Augen zumachen und sie mit den Händen bedecken. Nach einigen Sekunden das Gesicht gründlich massieren, Augen aufmachen, kurz gähnen und strecken. Diese Übung kann man auch mit sehr gemischtem Publikum machen und wird besonders nach einem langen Arbeitstag geschätzt. 6. Lachen steckt an Einfach mit dem Lachen beginnen, je mehr einstimmen umso weniger peinlich wird es sein. Macht wirklich gute Stimmung, auch wenn es anfangs gar keinen Grund dazu gab. 7. Lied singen mit Gestik In vertrauten Gruppen immer wieder sehr erfolgreich. Gute Beispiele dazu findet man in der Liederbücher -Reihe. Irgendein Beispiel kennt jeder, z.B.
8. Fortsetzungsroman Jeder sagt einige Sätze zu einem Thema, der/die nächste muss weitermachen. Jeder Unsinn ist erlaubt. Hilft sich zu konzentrieren und kreativ zu reagieren. Auch wenn viele dieser Übungen kindisch wirken, kommen sie auch bei den meisten Erwachsenen gut an. Wer sich auf diesem Gebiet der Erwachsenenunterhaltung weiterbildet, wird immer ein zufriedenes Publikum haben. Gute Anregungen geben immer noch die NEW GAMES Bücher, auch wenn sie schon über 20 Jahre alt sind. Viele nützliche Anregungen bietet auch meine Spiele-Seite. Entspannung und Unterhaltung sind nun einmal in der Weiterbildung ein wesentliches Element. Besonders wenn es Konkurrenz gibt, wird jene Weiterbildung eher ausgewählt, die auch unterhaltend und wenig anstrengend ist. |
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