Wer eine umfangreiche Kaufberatung lesen will, muss auf die Fachzeitschriften oder auf die Berichte im Internet zurückgreifen. Infos und Produkte findet man auch unter Elektronik & Foto bei Amazon. Aktuelle Kaufempfehlungen (2011/Sommer) Für Einsteiger, auch für Senioren Canon
PowerShot SX130 IS, Digitale Bilderrahmen Kodak P850 Digitaler Bilderrahmen Umfangreiche Informationssammlungen sind auf |
| Meine erste Kamera war eine Zeiss
Ikon. Die genaue Typenbezeichnung habe ich vergessen, es war was mit Anastigmat 1:6,3
F=10,5 cm, eine relativ handliche Kamera, in der man den Faltbalg einklappen konnte und
man mit Rollfilmen 6 mal 6 cm Bilder machte, die man nicht vergrößern musste.
Mein erstes Bild war übrigens (vom Fernseher abfotografiert ) Gigliola Cinquetti, während sie beim Eurovisionskontest in Kopenhagen "Non ho l'età" gesungen hat. Damit kann ich genau die Geburtsstunde meiner Hobby - Fotografenlaufbahn angeben. Es war 1964, ich war 20 Jahre alt und ich hatte mich unsterblich in die Sängerin verliebt. Die Liebe zur Sängerin ist verblasst, aber die Liebe zu Fotoapparaten nicht (und nebenbei gesagt auch nicht die zur Musik). Als ich noch jung und dabei sehr arm war, habe ich buchstäblich stundenlang sehnsüchtig vor Fotogeschäften gestanden und mir diese Wunderwerke der Feinmechanik angeschaut, die ich mir nicht leisten konnte. In der Folge habe ich dann viele Kameras gekauft, sie fast alle wieder weggegeben, wie ich auf Digitalkameras umgestiegen bin. Inzwischen bin ich bei meiner 9. Digitalkamera, zwei davon, eine Olympus C-500 und eine Olympus C-5050 (beide nicht mehr neu erhältlich) verwendete ich fast täglich. Seit Herbst 2006 ersetzt auf meinen Reisen meist eine handliche Canon PowerShot A710 IS Digitalkamera diese beiden. In 2005 habe ich an die 10.000 Fotos geschossen, davon an die 2000 Bilder veröffentlicht, vor allem auf den TUEPPS und EUxUS Seiten.
Trotzdem würde ich mich nicht als Fotograf (sondern eher als Knipser) bezeichnen, denn ich muss nicht vom Verkauf meiner Bilder leben und sie sind für mich als Internetpublizist auch nur ein Nebenprodukt. Aber meine Bilder waren oft ganz weit vorne in den Ergebnissen von Bildersuchen (z.B. ROM auf Platz 1 und Platz 3 von 1,6 Millionen Bildern!). Es hat sich so ein großer Erfahrungsschatz an Fototechnik angesammelt, den ich hier aufschreibe, hoffentlich zum Nutzen vieler, die nicht immer verstehen, was so auf Prospekten oder Fachmagazinen über Fotoapparate steht und über diese vielen Abkürzungen grübeln. Was man aber mit der Technik alles anfangen kann, steht besser auf der Seite Digitalfotos.
BildformateWie gesagt, mein ersten Fotoformat war 6 x 6 (ausgesprochen 6 mal 6 cm), oder im Breiten- zu Höhenverhältnis angegeben 1:1 (1 zu 1). Dieses klassische Mittelformat hat sich in Profikameras lange gehalten (in der Hasselblad oder Mamiya) und ich wundere mich, warum die modere Digitaltechnik es nicht mehr verwendet. Das 1:1 Format ist extrem praktisch, man kann die Kamera immer in der gleichen Position halten (wichtig bei Verwendung eines Stativs), braucht sich keinen Arm oder Hals verrenken, wenn man Hochformat Bilder machen will. Die Nachteile früherer Technik (teures Filmmaterial), Nachbearbeitung (Ausschneiden) zwingend notwendig, spielen in der Digitaltechnik kaum eine Rolle mehr. Aber die Technik ist einen anderen Weg gegangen. Mit der Einführung des Kleinbildfilms (KB 35 mm Rollfilm, zuerst in der Leica, daher auch Leicaformat, 36 x 24 mm, 3:2). Mit dem KB Film wurde das Filmmaterial optimiert und man konnte gleich beim Fotografieren die Bildausschnitte festlegen. Das schien anfangs ein großer Vorteil zu sein, nicht umsonst hat es sich bis vor kurzem gehalten. Auch das KB Format wurde weiter optimiert, zuerst mit dem Halbformat 24x18 (oder 4:3), später mit APS (Advanced Photo System). Das APS hatte nie eine Chance sich durchzusetzen, seine Vorteile waren marginal und der Preis viel zu hoch, den endgültigen Todesstoß hat ihr dann die Digitaltechnik versetzt. Das 4:3 Format war aber auch Standard in den Kinofilmen, so wurde es auch zum Standard der Fernsehgeräte. Mit der Konvergenz von Computerbildschirmen und Fernsehgeräten (man will in einem Gerät beide Anwendungen sehen) setzt sich nun das 16:9 Format in beiden durch und dies wird auch Auswirkungen auf die Fototechnik haben.
Der Faktor 1,78 beim 16:9 Format entspricht etwa unserem Gesichtsfeld, das auch viel mehr Breite als Höhe wahrnimmt. Insofern macht dies fürs HDTV Sinn, ist doch das Fernsehen unser Fenster zur Welt. Aber schon bei Computeranwendungen habe ich Zweifel, ob dies der richtige Weg ist. Und ganz falsch scheint es mir zu sein, Foto-Kamerachips dafür zu optimieren. Wer damit Hochformat Bilder machen will, hat ein sehr ungünstiges Verhältnis. Nur für ultraschlanke Motive kann man bildfüllende Fotos machen. Und muss man aus den Breitwandformat Originalen Hochformat Ausschnitte machen, ist ein großer Teil der Belichtung umsonst gewesen. Dies bedeutet heute zwar nicht mehr Filmverlust, aber Schärfe- und Informationsverlust. Lediglich die Konvergenz Film- mit Fotokameras (ein Gerät für beide Techniken) spricht für die Verwendung von 16:9 Chips, als reiner Fotograf würde ich mir nach wie vor ein 1:1 Bild wünschen, mit der entsprechenden Software, die mir einfach mit einer "Maske" die gewünschten Ausschnitte liefert. BrennweitenDie Brennweite eines Normalobjektivs bei Kleinbildkameras (KB) war 50 mm und dies war ungefähr die Diagonale der Aufnahmeformats. Bei einem 35 mm KB Film hatte man mit dieser Brennweite den gleichen Eindruck an Perspektive auf dem Film, wie durch normales Sehen. War die Brennweite kürzer, dann hatte man mehr Informationen am Film und man spricht von Weitwinkel, war sie länger, dann war der Ausschnitt kleiner, Entfernungen erschienen kürzer und man spricht daher von Teleobjektiven. Meine letzte nichtdigitale Spiegelreflexkamera hatte ein Zoomobjektiv von 28 - 200 mm und damit war ich für alle praktischen Fälle gut gerüstet. Beim Umsteigen auf Digitalkameras sind diese mm Angaben sinnlos, weil die Chips verschieden groß sind. Man gibt sie dann mit KB Entsprechungen an. Dies ist für jüngere ein schlechter Brauch, denn die alten KB Angaben sagen ihnen nichts mehr. Besser wäre die Angabe eines relativen Faktors zur Normalbrennweite (Chipdiagonale), manche Fototests verwenden diese jetzt auch schon konsequent
Als (optischen) Zoomfaktor bezeichnet man das Verhältnis zwischen kleinster und größter Brennweite, z.B. 3-fach Zoom mit kleinster KB Brennweite 35 mm, bedeutet einen Zoom Bereich von 35 bis 105 mm oder in moderner Schreibweise 0,7 - 2,1. Dieser Zoom Bereich kommt häufig vor und reicht für viele Anwendungen. Für mehr Info zum Motiv kann man Bilder zusammennähen (stitchen), für Details verwendet man Software, die Ausschnitte erlaubt. Diese werden dann irreführenderweise als Digitalzoom bezeichnet, der als Feature unnötig ist. Ideal wären natürlich auch bei Digitalkameras Zoomlinsen von 0,48 bis 4, dann gerne als 8 fach Zoom bezeichnet. Aber der Preis für Zoomlinsen ist hoch, nicht nur in der Geldbörse, sondern auch bei den technischen Kompromissen. Zoomobjektive sind immer lichtschwächer als Objektive mit fester Brennweite (wegen der zusätzlichen Linsen) und sie verzerren zusätzlich zu den nicht verhinderbaren optischen Verzerrungen (stürzenden Linien, die zu "schiefen Gebäuden" führen), weil sie nicht für jede Brennweite optimierbar sind. Besonders im Weitwinkelbereich sind diese Verzerrungen (tonnenförmig oder kissenförmig, bei der Abbildung von Rechtecken) sehr störend. Aber auch hier hilft wieder Software, wie übrigens auch bei den stürzenden Linien. So bleibt als einziger echter Nachteil die fehlende Lichtstärke übrig. LichtstärkenDie Lichtstärke ist die größte wirksame Objektivöffnung, dividiert durch die Brennweite. Je kleiner diese Zahl, um so besser, das heißt um so weniger Licht braucht man zum Fotografieren. Das theoretische Limit ist 0,5, in der Praxis ist schon 2 eine sehr gute Lichtstärke. Bei sehr hellem Licht kann man noch mit einer Lichtstärke von 6 (z.B. bei den langen Brennweiten von Teleobektiven) gute Fotos machen. Meine Olympus C-5050 hatte eine maximale Lichtstärke von 1,8 und dies hat mir schon manches Foto erlaubt, das sonst verwackelt gewesen wäre. Ich würde weiterhin bei einem Neukauf auf gute Lichtstärken achten, auch wenn es zusätzliche Möglichkeiten gibt, gute Fotos zu machen und es auch Nachteile dabei gibt (hoher Preis, hohes Gewicht, Kompromisse bei der Abbildungsqualität). Eine gute Lichtstärke erkennt man leicht am Objektivdurchmesser, je größer um so besser. Angaben in den Prospekten dazu findet man eher selten. WechselobjektiveEigentlich steckt dahinter die Frage, ob man unbedingt eine Spiegelreflexkamera (SRL, Single Lens Reflex) für gute Fotos braucht. Die Antwort dazu ist aus meiner Sicht ein klares Nein. Der Hauptvorteil wäre, das fertige Bild zu sehen und das kann man heute bei allen Digitalkameras sofort, spätestens Sekunden nach dem Fotografieren. Also reduziert sich dieses Problem auf die Frage, ob man wirklich Wechselobjektive braucht. Für Spezialprobleme (z.B. Reproduktionen oder Reporter) wird sich das nicht vermeiden lassen, für die Mehrzahl der Fotografen wird man durch ein gutes Zoomobjektiv besser alle Probleme lösen, eventuell mit Nachbearbeitung durch passende Software. Das Öffnen der Kamera zum Linsenwechsel hat bei Digitalkameras gravierende Folgen, weil eindringender Schmutz nicht mehr durch den Film wieder raustransportiert wird, sondern für alle Zeiten das Fotografieren stört oder zusätzliche Wartungsarbeiten erfordert. Also weder SRL oder Wechselobjektive sind für die Kaufentscheidung relevant. Vielmehr scheint es mir eher eine Prestigefrage zu sein, sie einzusetzen. Ich sehe das immer an dem mitleidigem Lächeln der Berufsfotografen, wenn sie meine bescheidene Ausrüstung sehen. Bei wirklichen Zwängen würde ich lieber mehrere und verschiedene Digitalkameras wählen. Sucher, Displays und MonitoreEs liegt im Trend nur noch Digitalkameras ohne Sucher, sondern nur mit einem Monitor, oft auch Display genannt, anzubieten. Für Menschen, die gut sehen, mag dies Vorteile haben, denn der Wegfall des Suchers reduziert die Kosten und das Gewicht und erlaubt große Monitore. Aber sie sind gewöhnungsbedürftig, auch wenn sie immer größer werden. Das Problem liegt in der Sichtbarkeit. Da man Gegenlichtaufnahmen vermeiden will, scheint das helle Licht nicht nur auf das Objekt, sondern auch auf den Monitor - Display. Für Menschen, die schlecht sehen, so wie ich und andere Brillenträger, ist dies keine Lösung. Ich brauche den Sucher zur schnellen Objektwahl, das genaue Bild sehe ich ohnehin erst später am Computerbildschirm.
Trotzdem sind große Monitore ein Vorteil, denn sie erlauben das Betrachten von Bildern unterwegs. Als Standard würde ich einen 2 Zoll Monitor oder 5 cm Bilddiagonale ansehen. Kleiner sollte er nicht mehr sein. Es hat in der Praxis keinen großen Vorteil, wenn man den Monitor ausklappen kann. Wichtiger ist, dass das Display auch von der Seite angesehen werden kann, dann kann man damit genau so gut Bilder "über Kopf" schießen, wie bei Klappmonitoren, die mir zu umständlich sind. Apropos Geschwindigkeit. Normale Digitalkameras werden immer langsamer als Fotoapparate alter Bauart sein, denn die Analyse eines Bildes braucht Zeit. Aber wenn man weiß, dass man alle Einstellungen im Voraus machen kann, in dem man nur halb auf den Auslöser drückt, dann ist das Aufzeichnen des eigentlichen Fotos beim ganz Durchdrücken auch schnell genug. Die Funktion des Halbdurchdrückens bezeichnet man auch als AF-Lock, der Auto Focus (AF) wird damit festgezurrt. Und noch eine Hilfe hat man: Einfach hintereinander viele Fotos schießen (z.B. mit der Serienbildfunktion). Ein passendes wird schon dabei sein und den Rest kann man wieder löschen VerwacklungsschutzEs gibt viele Möglichkeiten, unverwackelte, scharfe Bilder zu machen. Nicht immer ist dazu ein Bildstabilisator notwendig (IS Image Stabilizer und viele andere Begriffe werden verwendet). Aber wenn er, wie bei meiner Canon A710 IS, gut funktioniert, wird man nicht mehr auf ihn verzichten wollen. Ein Stativ ist aber oft die bessere Lösung. Auch die Handhaltung, die das Bewegen der Kamera beim Abdrücken des Auslösers reduziert, spielt eine große Rolle. Hat man kein Stativ dabei, dann kann man immer noch die Kamera oder wenigstens die Hand aufstützen, auch ein seitliches Aufstützen an einer Stange oder einem Türrahmen kann hilfreich sein. Gutes Licht ist auch ein Ausweg, wobei ich das Blitzlicht - wann immer möglich - nicht einsetze. Gerade wenn das Objekt beweglich ist, wie bei Portraits, kann man oft leicht einen helleren Platz suchen, an dem man dann das Foto macht. Die Chance scharfe Bilder zu machen, steigt auch mit der Anzahl der Versuche. Also immer mehrere, mindestens zwei Aufnahmen, machen, das beste nimmt man dann, die anderen werden wieder gelöscht. Wer bei kritischen Lichtverhältnissen den Selbstauslöser und ein Stativ einsetzt, reduziert ebenfalls die Verwacklungsgefahr. Besonders kritisch ist der Einsatz von Teleobjektiven. Dort macht Bildstabilisierung am ehesten Sinn, allerdings nur, wenn sich des Objekt nicht bewegt! Die alte Regel für die Freihandgrenze z.B. bei 200 mm Brennweite höchstens 1/200 sec Belichtungszeit zu wählen ist für die Digitalfotografie unbrauchbar geworden. Das praktische Limit liegt bei 1/30 sec. Bei längeren Zeiten, z.B. 1/2, wird das Zittern der Hand fast immer zum Problem. Schnell bewegte Objekt kann man mit Kameranachführung doch scharf bekommen, bei dann unscharfem Hintergrund. Schwere Kameras werden übrigens weniger verwackelt, als leichte, ein wichtiges Argument gegen die immer leichter und kleiner werdenden Digitalkameras. StromversorgungMacht man sich klar, wie kompliziert eine Digitalkamera ist, dass sie nicht nur aus einem Chip und Sensoren, sondern auch aus elektrisch angetriebener Mechanik, einem Monitor, einem extrem leistungsfähigen Prozessor mit umfangreicher Software besteht, dann grenzt es für mich an ein Wunder, dass man mit zwei AA-Akkus (Mignon) mehrere hundert Fotos schießen kann. Im Akkubereich hat eine große Neuerung Einzug gehalten, die Entladungsprobleme gehören der Vergangenheit an. Es gibt mit Sanyo ENELOOP zwei Standardakkus (sowohl AA wie auch AAA), die sich wenig entladen, lange halten und auch bei Kälte noch akzeptabel funktionieren. Proprietäre, d.h. spezielle Firmenakkus, meide ich und ich sehe auch, dass die intelligenteren Kamerafirmen auch auf diesen Kundenwunsch vermehrt eingehen. Wer Standardakkus einsetzen kann, vermeidet nicht nur beträchtliche Kosten, sondern auch auf Reisen das Mitschleppen von speziellen Netzgeräten, die in der Praxis zum Ballast werden können. Ich brauche selbst für einige hundert Fotos nur noch einen Satz Akkus und kann mir auf Reisen ein Netzgerät für die Kamera ganz sparen. Das ist wahrer Komfort! Pixel und SensorgrößeZum Glück hat die Pixelmania abgenommen, nachdem viele festgestellt haben, dass mehr Pixel nicht unbedingt zu besseren Fotos führen. Mehr als 5 Megapixel (MP) für ein Bild halte ich für überflüssig. Nun heißt das nicht unbedingt, dass die Kamera nicht mehr als 5 MP haben sollte, denn man will ja auch Ausschnitte machen können. Nimmt man eine vernünftige Kameroptik an, die von vornherein die groben Ausschnitte festlegt, dann genügen sicherlich schon 6 MP. Selbst bei einer Idealkamera mit einem 1:1 Sensor Chip, bei dem immer die Hälfte des Bildes verloren gehen kann, sind mehr als 10 MP unnötig. Zu viele Pixel machen die Kamera langsam, den Datentransfer von Kamera zum Computer langsam, sie brauchen am Rechner unnötig Speicherplatz. Letzten Endes kosten sie zuviel, und sie bringen nichts. Man wird also für die meisten praktischen Anwendungen nicht nach einem technischen Maximum, sondern nach einem praktischen Optimum suchen. Eine Vorgangsweise, die übrigens ganz typisch für viele Entscheidungen bei Digitalkameras ist. Der entscheidende Parameter für die (theoretische) Bildqualität ist weniger die Pixelanzahl, als die Größe des Sensor Chips. Was ihre Angabe bedeutet, ist heute nicht mehr nachvollziehbar (ich vermute, das wird mit Absicht so gemacht, um besser täuschen zu können), kann man aber bei Dpreview nachlesen.
Von allen Daten ist hier die letzte Spalte, die Fläche (in Quadratzentimetern, cm2), die entscheidende. Je größer sie ist, desto besser können die Bilder werden! Hier sieht man sofort, warum digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) überhaupt gekauft werden. Sie verfügen über die größten Chips, mit bis zu 8,64 cm2 (bei Fullframe, als Referenz fett gedruckt). Leider aber haben sie so viele andere, schwer wiegende Nachteile, dass sie für mich nicht Frage kommen. Meine Kamera, die bisher die besten Fotos gemacht hat (eine Olympus C 5050, leider nicht mehr erhältlich), hatte eine Chipfläche von 38 mm2. Mit 5 MP war ihre Pixeldichte 13 Megapixel pro Quadratzentimeter, ein für mich optimaler Wert. Werte für Profigeräte liegen unter 3 und alles was größer als 30 ist, ist problematisch und Geräte, mit einer Pixeldichte über 35, würde ich generell nicht kaufen. Also je mehr Pixel pro Fläche, desto schlechter! Leider wissen dies die Hersteller noch nicht, denn die meisten heute kaufbaren Kameras haben eine Pixeldichte um 35. Kein Wunder, dass die Fotos immer schlechter werden!
Gute Datenblätter und Kameratests sollten daher stets die Pixeldichte (pixel density, in Megapixel pro Quadratzentimeter, MP/cm2) angeben, auf den Datenblättern von Dpreview (hier Beispiele für Canon, Olympus, Fufifilm, Ricoh und Panasonic) findet man sie auch sofort. Leider aber ist eine niedrige Pixeldichte alleine keine Garantie für exzellente Fotos. Es müssen auch alle anderen Faktoren (z.B. Objektiv, Bildprozessor) stimmen. Aber sie ist eine notwendige Vorbedingung, damit man beim Fotografieren dauerhaft Freude hat! SoftwareWas früher das Fotolabor war, das ist heute die Software, die man sowohl zum Archivieren, wie auch zum Nachbearbeiten braucht. Für die meisten Zwecke wird man mit dem Gratisprogramm Picasa auskommen. Das Standardprogramm ist aber Adobe Photoshop Elements (für die Einsteiger der Bildmanipulation) oder Adobe Photoshop (für die Profis). Folgende Grundoperationen wird man häufig brauchen:
Alle anderen Operationen wird man seltener einsetzen, z.B. Stitchen (Bilder aneinanderfügen, ideal für Panoramafotos), Slimming (dicke Menschen durch Bildstauchung schlanker machen), stürzende Linien (bei Gebäuden) und andere Verzerrungen (meist bei Weitwinkelaufnahmen) korrigieren. Andere "Verbesserungen" oder Korrekturen gehören dann eher ins Fach Kunst oder Malerei. Wer Fotos als Dokumente einsetzt, wird sie vermeiden, denn sie verfälschen dramatisch das Bild. Besonderheiten bei DigitalkamerasAlle Geräte, die mit Chips aufzeichnen, auch Filmkameras, geben bei veränderten Lichtverhältnissen nicht immer die Farben naturgetreu wieder. Diese Schwachstelle behebt man mit dem Weißabgleich (White Balance, WB). Beim Weißabgleich zielt man auf ein weißes Objekt (ich habe für diesen Zweck eine weiße Karteikarte eingesteckt) und hält den entsprechenden Knopf solange gedrückt, bis die Kamera diese weiße Farbe erkannt hat. Als Notlösung für fehlende kurze Brennweiten hat sich das Stitchen durchgesetzt. Damit fügt man mehrere Bilder zu einem Bild zusammen. Zum Beispiel macht man dies für Panorama Ansichten, aber auch das Stitchen geht in alle Richtungen, auch in der Höhe. Damit man die Bilder nahtlos aneinander fügen kann, müssen die Einstellungen für die Belichtung gleich bleiben. Ansonsten sieht man Farbunterschiede. Die Taste oder Einstellung, mit der man gleichzeitig die Belichtungszeit (Exposure) und Blende (Aperture) festlegt, heißt meist AEL (das steht für Aperture Exposure Lock). Die Vorgangsweise kann von Kamera zu Kamera verschieden sein. Ich ziele zuerst auf den mittigen Bildausschnitt, drücke den Auslöser halb durch und gleichzeitig kurz auf die AEL Taste. Damit ist die Belichtung gespeichert. Dann kommen hintereinander die Teilansichten und nach dieser Serie wird die AEL Taste nochmals gedrückt und damit der eingestellte Belichtungswert wieder gelöscht. Bei Panorama Ansichten empfiehlt es sich nicht nur ein Stativ zu verwenden, sondern es auch genau horizontal auszurichten. Man braucht immer eine Überlappung der Einzelbilder, damit man sie leicht zusammenfügen kann. Hilfreich ist es dabei, wenn das Loch für die Stativschraube (das Stativgewinde) in der Achse der Linse liegt und nicht zu weit daneben. KaufentscheidungDigitalkamers sind inzwischen ziemlich ausgereift. Man kann also auch beruhigt ein etwas älteres, sehr viel preiswerteres Modell kaufen. Das Wichtigste an den Testberichten ist, dass die Kameras gute Fotos, auch bei weniger optimalem Licht, machen (Bildqualität). Alle anderen technischen Angaben sind für die technik-verliebten Freaks, die man in der Foto - Branche immer finden wird und die in der Digitalkamera ein Statussymbol und kein Werkzeug zum Bildermachen sehen. Übrigens, fast alle Chipsarten gleicher Pixeldichte (Sensoren) und sicherlich alle Kartenformate sind etwa gleich gut. SD (und SDHC) Karten aber sind am preiswertesten und deshalb vorzuziehen. Die Unterschiede zwischen guten und schlechten Kameras liegen in der Größe des Sensors (bzw. der Pixeldichte), im Bildprozessor (also der internen Software, hier haben Canon und Olympus eindeutig die Nase vorn) und im Objektiv. Für mich ist auch noch die problemlose Stromversorgung wichtig, diese wird meist aber nicht getestet, weil die Journalisten, die Kameras beschreiben, sie im Normalfall gar nicht in der harten Dauerpraxis einsetzen. Anfänger brauchen auch eine erprobte Menüführung. Erfahrungsgemäß sind weniger Funktionen für sie besser. Kaum jemand von ihnen wird dabei manuelle Einstellungen vornehmen wollen. Ich kann aber darauf nicht verzichten. Für Nachtaufnahmen z.B. muss ich die Kamera auch mit den von der Automatik abweichenden Einstellungen bedienen können. Berufsfotografen werden andere Kriterien haben. Sie sind darauf angewiesen, bei jeder Gelegenheit und auch bei ungünstigsten Bedingungen Fotos zu machen. Viele von ihnen verwenden übrigens die Canon EOS 1Ds Mark III, bei der schon das Gehäuse alleine über 7000 Euro kostet oder ein Vorläufermodell davon. Viel weiteres Geld kommt dann für Objektive und Zubehör dazu. Das ganze wiegt schnell einige Kilos, das Fotografieren wird zur teuren Schwerstarbeit. Diese Last werden sich die Hobbyfotografen nicht aufbürden wollen, sie haben andere Interessen und wollen vor allem die Kamera immer dabei haben und benützen. Soll man mit dem Kauf abwarten. Nein! Preisrahmen festlegen, sich einige Testberichte anschauen und dann zugreifen! Bleibt man bei den Markennamen (Canon, Olympus, Fuji, Ricoh und Panasonic), wird es kaum Enttäuschungen geben und man bekommt einen guten Gegenwert für das Geld.
Irrwege der Digitalen KameratechnikDies kann man auch als persönliche Kritik und Zusammenfassung der technischen Entwicklung auffassen. 1. Zu viele Pixel! Mehr als 5 MP pro Bild sind unnötig und sogar schädlich. Selbst wenn man Ausschnitte berücksichtigt, sollten es keinesfalls mehr als 10 MP sein. 2. Weglassen des Suchers. Monitore allein sind nicht universell genug. 3. Spezial Akkus. Nur AA Akkus oder AA -Batterien sind universell genug. Ein großer Vorteil ist es, wenn Akkus über den USB Anschluss aufgeladen werden können. Dann erspart sich ein Extra-Ladegerät. 4. Zu viele Kartenformate. Es reicht eines, nämlich das SD (und SDHC) Format. 5. Zu kleine, zu leichte und zu lichtschwache Kameras. Sehen zwar chic aus, aber wie soll man damit gute Bilder machen? Die Optikgesetze lassen sich nicht betrügen und je größer der Sensorchip ist, um so besser werden die Bilder. 6. Digitales Zoom. Zählen tut nur das optische Zoom. Lediglich für Filmaufnahmen kann das Digitalzoom sinnvoll sein, weil es geräuschlos ist. 7. Zu lange Brennweiten, aber kein brauchbarer Weitwinkel. Gebraucht wird ein Verhältnis 0.56 - 4 (oder 28 bis 200 mm KB äquivalent). Alles andere ist unnötig. 8. 16:9 Format. Viel lieber wäre mir ein quadratisches Format 1:1! 9. Klappmonitore. Sind zu umständlich in der Handhabung. Besser Monitore, die man auch gut von der Seite einsehen kann. 10. Spiegelreflexkameras und Wechselobjektive. Sind zu teuer, zu groß, zu kompliziert, zu schwer, zu laut, zu wartungsanfällig und für die meisten Anwendungen unnötig. Generell ist der Trend zu computerunabhängigen Digitalkameras zu beobachten. Immer mehr Funktionen, für die man vorher den Rechner gebraucht hat, werden in die Kamera- Software integriert. Damit erweitert man natürlich den Käuferkreis dramatisch, aber ich bin nicht immer glücklich darüber, denn es ist oft eine Scheinlösung, wie z.B. der Digital - Zoom. Alles was der Bildqualität, wie Kontrasterhöhung, Hell-Dunkel-Anpassung (Gammawert), der Reduktion der Kamerafehler (Rote Augen-Reduzierung) oder dem Komfort (wie direktes Drucken) dient ist ok, aber überall, wo es sich um Bildmanipulation handelt (Slimming, Tourist-Remover), erscheint mir der "Fortschritt" problematisch. Man weicht so den Wert eines Fotos als Dokument auf, ein wichtiger Faktor beim Fotografieren. Und wenn wir erst soweit sind, dass wir den Bildern überhaupt nicht mehr trauen können, dann werden wir auch nicht mehr so viel fotografieren. Sinnvoll ist allerdings ein HDR Feature. Es hat lange gedauert, aber inzwischen gibt es einige HDR Kameras gibt, die selbsttätig HDR Bilder erstellen. Ich habe eine davon, die Canon PowerShot S95. Wissen sollte man, dass man für HDR Fotos unbedingt ein stabiles Stativ braucht, eine Selbstauslöserfunktion unterstützt, dass es kein Verwackeln gibt. Und selbstverständlich kann man auch nur unbewegte Objekte damit fotografieren. Ebenfalls schon in der Canon PowerShot S95 eingebaut, ist ein Miniatureffekt beim Filmen (Beispiel). Er entsteht, wenn man nur einen Bildausschnitt scharf stellen kann (und zusätzlich einen Zeitraffer (time lapse) einsetzt). Früher hat man dies mit speziellen Tilt-Shift-Objektiven erreicht (sie dienen vor allem zur Vermeidung von stürzenden Linien in der Architektur-Fotografie), deshalb nennt man diesen Effekt auch Tilt Shift Effekt. Da sich durch den Zeitraffer die Aufnahmedauern entsprechend verlängern, benötigt man auch für diese Aufnahmen ein stabiles Stativ. Das beste Beispiel, das ich kenne, ist das sehenswerte BATHTUB IV. Haben Sie hier nicht das gefunden, was Sie gesucht haben, dann versuchen Sie es bitte mit |
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